Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt A 16 Online braucht Offline 8211 Chancen und Grenzen einer internetbasierten Beteiligungskultur in der Stadtplanung
Es gibt derzeit in Deutschland kaum ein größeres Planungsprojekt, welches nicht einem öffentlichen Bürgerprotest unterliegen würde. Stuttgart 21, IBA und Mitte Altona in Hamburg oder Startbahn und Mediaviertel in Berlin sind einige der prominenten Beispiele, welche zeigen, dass Planung nicht...
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Jetzt Lernplan erstellenEs gibt derzeit in Deutschland kaum ein größeres Planungsprojekt, welches nicht einem
öffentlichen Bürgerprotest unterliegen würde. Stuttgart 21, IBA und Mitte Altona in Hamburg
oder Startbahn und Mediaviertel in Berlin sind einige der prominenten Beispiele, welche
zeigen, dass Planung nicht mehr wie gewohnt agieren kann. Politiker und Planer blicken
oftmals verwundert auf ihre Bürgerinnen und Bürger, welche plötzlich in vielen Bereichen der
Stadtentwicklung mitgestalten und vor allem mitentscheiden wollen. Die Frage, wie man
zukünftig Stadt anders als von oben gestaltet, steht im Mittelpunkt einer aktuellen Debatte und
wirft neue Formen der (meist internetgestützten) Beteiligung in der Stadtplanung und -
entwicklung auf.
Auffällig ist, dass die Bewegungsrichtung oftmals umgedreht wurde. Bürger reagieren nicht
mehr nur auf Angebote und Vorhaben der Stadt und Planung, sondern werden selbst zu den
treibenden Kräften des Dialogs im Internet und damit zu konstruktiven Akteuren der Stadt.
Deutlich wird jedoch auch, dass ein dauerhafter Online-Dialog über einschlägige Social-
Media Kanäle oder Blogs nur erfolgreich sein kann, wenn über geeignete Offline-Formate und
Veranstaltungen der Diskurs an einen realen Ort geholt und face-to-face geführt wird. Online
braucht also Offline!
Für die Etablierung einer modernen Beteiligungskultur in der Stadtentwicklung und die
Definition eines neuen Verhältnisses von Planern und Akteuren der Stadt gilt es zunächst die
Chancen und Grenzen dieser angesprochenen Beteiligungsformen auszuloten. Welche
planerischen Inhalte lassen sich online besonders gut vermitteln? Welche (neuen)
Bevölkerungsgruppen können angesprochen werden? Wie sieht ein attraktives und
aktivierendes Beteiligungsformat aus?
Aufgabe der Projektgruppe soll es sein, zunächst die Bürgerbeteiligung im Wandel der Zeit zu
untersuchen und die derzeitigen formellen und informellen Beteiligungsschritte in der
Stadtplanung (online und offline) kennenzulernen. Anhand von Praxisbeispielen aus
unterschiedlichen Kommunen sollen darauf aufbauend die vielfältigen Möglichkeiten einer
internetbasierten Bürgerbeteiligung erörtert werden. Ziel der Projektarbeit soll es sein, die
Chancen und Grenzen internetbasierter Beteiligungsmethoden zu diskutieren und die Zutaten
für einen modernen und angepassten Planungs- und Beteiligungsprozess (online und offline)
zu benennen. In welcher Form dies geschieht und mit welchen weiteren Akteuren bei der
Erstellung des Produkts zusammengearbeitet wird, bleibt dabei der Projektgruppe überlassen.
Bachelor Raumplanung (2007)
Prüfung: Modulprüfung (unbenotet), 3 Studienleistungen (unbenotet)
Prüfungsform: Abschlussbericht inkl. Disputation
Studienleistungen: (A) Exposé; (B) Zwischenbericht; (C) Zwischenpräsentation, Plakat und Abstract im Rahmen des Projektmarktes
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
Weller, Michaela , Dipl.-Ing.
Dipl.-Ing.
Körbel Alfred