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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Die Rolle des Planers in der Hausgartenplanung

Im Rahmen einer Hausgartenplanung wird in diesem Projekt die Rolle des Planers reflektiert, der als Mittler unterschiedlicher Kundenwünsche gesehen wird, deren Umsetzbarkeit jedoch nicht immer gegeben ist. Es wird also davon ausgegangen, dass dem Planer eine wichtige Funktion zukommt: Die...

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Im Rahmen einer Hausgartenplanung wird in diesem Projekt die Rolle des Planers reflektiert, der als Mittler unterschiedlicher Kundenwünsche gesehen wird, deren Umsetzbarkeit jedoch nicht immer gegeben ist. Es wird also davon ausgegangen, dass dem Planer eine wichtige Funktion zukommt: Die Übersetzung von Kundenwünschen in eine Wirklichkeit, die den Örtlichkeiten und Möglichkeiten der Kunden entspricht und zugleich die Konfrontation der Kunden mit planerischen Erfahrungen und Regelwerken. Eine innerprofessionelle Reflexion dieser Planungssituation steht bis heute aus. Planungsgegenstand Das beispielhaft zu beplanende Objekt ist ein Hausgarten in Paderborn: Durch die Umlegung der Grundstücksgrenzen und den damit einhergehenden Verkauf eines Teiles des Grundstückes des Ehepaars verringert sich die Größe des nicht bebauten Teils von ca. 1000 m² auf etwa die Hälfte. Dieser verbleibende Hausgarten soll nun neu gestaltet werden. Der Garten befindet sich in Paderborn im Ortsteil Stadtheide. In einem Vorgespräch mit dem Ehepaar wurde deutlich, dass besonders das Thema Wasser eine zentrale Stellung in dem neu gestalteten Freiraum einnehmen soll. Um dieser Anforderung gerecht zu werden, soll das Thema -Wasser in kleinen Gärten- in der Projektarbeit thematisiert werden. Hierbei soll erarbeitet werden, in wie weit es möglich ist, in kleinen Gärten Wasser überhaupt zum Einsatz zu bringen und in welcher Form dies geschehen kann. Zu diesem Thema bestehen zwar viele Vorschläge in Ratgeberliteratur, auch hier steht eine professionelle Reflexion der Verwendung von Wasser in kleinen Gärten noch aus. Vorgehen Für die Bearbeitung des Beispiels erfolgt zunächst die Kontaktaufnahme mit einer Klärung des Auftrags und des weiteren Vorgehens. Dazu zählen unter anderem das Aufmaß, die Beschreibung und Interpretation des Freiraums sowie ein anschließendes Gespräch über die Bedingungen, Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten der späteren Freiraumnutzung. Hierbei wird dann auch die Vermittlung zwischen den Wünschen und bisherigen Erfahrungen auf Seiten der Nutzer und professioneller Gegenstandskenntnis und Planungserfahrung sowie Regelwerken auf Seiten des Planers kommen. Hierfür sind nicht nur die Abläufe, Probleme und Erfolge der Gespräche zu reflektieren, sondern auch die fachspezifischen Anforderungen an das Objekt. In einem nächsten Schritt sollen erste Ideen skizziert werden. Außerdem soll das Thema -Wasser in kleinen Gärten- durch eine Literaturrecherche vertieft werden. Als Ergebnis des Projektes soll ein Entwurf des Gartens unter Berücksichtigung der Handlungsspielräume und Wünsche des Ehepaars und der Rechercheergebnisse erarbeitet werden. Für den theoretischen Teil des Projektes soll die Rolle des Planers vertiefend reflektiert werden. Lassen sich stereotype Wünsche bei Kunden feststellen? In wie weit lassen sich Kundenwünsche und Vorstellungen des Planers vereinen? In wie weit sind die Wünsche des Kunden überhaupt umsetzbar? Wie verändern sich die Wünsche des Kunden im Verlauf der Planung und wie kann der Planer darauf Einfluss nehmen? Diese und weitere Fragen sollen durch die Analyse von den geführten Kundengesprächen und durch die Beschäftigung mit Forschungsergebnissen zu diesem Thema untersucht werden. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2011/12 Architektur Stadt- und Regionalplanung Dr.-Ing. Venne Martin Ing