Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Futur II Nordhessen
In Zukunft ist ein erheblicher Wandel des derzeitigen Lebensstils unumgänglich. Die Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Neben dem kulturellen und demografischen Wandel gilt es die Problematik der Energieerzeugung zu lösen. Auch die Endlichkeit von Ressourcen und der Klimawandel machen deutlich,...
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Jetzt Lernplan erstellenIn Zukunft ist ein erheblicher Wandel des derzeitigen Lebensstils unumgänglich. Die Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Neben dem kulturellen und demografischen Wandel gilt es die Problematik der Energieerzeugung zu lösen. Auch die Endlichkeit von Ressourcen und der Klimawandel machen deutlich, dass ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Leben anders aussieht.
Heute gibt es bereits Initiativen, die diese Haltung innehaben und in unterschiedlichen Laboren der Zivilgesellschaft vorgelebt und ausprobiert werden (Welzer 2015). Die Stiftung FUTURZWEI hat sich zur Aufgabe gemacht, dieses Anfangen gesellschaftlich sichtbar und politisch wirksam zu machen. (Landschafts-)PlanerInnen und (Landschafts-)ArchitektInnen kommt bei dem Thema Zukunftsfähigkeit eine Schlüsselrolle zu. Das Projekt Futur II Nordhessen wird sich mit diesen Spannungsfeldern und Herausforderungen auseinandersetzen.
Dabei werden sich die ProjektteilnehmerInnen in einem einleitenden Teil den themenrelevanten Begriffen unter anderem der Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit nähern und den Gesellschaftsherausforderungen (Grand Challenges) beschäftigen. Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Utopietheorien kann hier einen inhaltlichen kreativen Input leisten. Daran anschließend wird die Projektarbeit die Suche und die entwurflich-planerische Analyse von konkreten zukunftsfähigen Projekten im Raum Nordhessen beinhalten. Diese Projekte, welche eine initiale Entwicklung für Nordhessen markieren, sollen mit bestehenden planerischen Leitbildern abgeglichen werden. In diesem Rahmen wird sich auch mit dem Selbstverständnis unseres Berufsbildes beschäftigt und ein eigener Standpunkt zu den Grand Challenges gesucht. Dies kann in verschiedensten Formen, z. B. Tagesexkursionen zu möglichen Projektorten während der Kompaktwoche, Methoden und Betrachtungsmaßstäben geschehen, um die interdisziplinären Interessen der Projektgruppe aufzugreifen. Den abschließenden Teil der Projektarbeit bildet die konzeptionelle Weiterentwicklung der [analysierten] Ideen und Herausforderungen, sowie die entwurfliche und planerische Konkretisierung an einem Beispiel im Raum Nordhessen.
Neben den oben genannten Arbeitsweisen sollen verschiedene externe Experten und Gastkritiker, beispielsweise im Rahmen eines Diskursiven Dinners oder eines Interviews, befragt werden, um deren Anregungen und Kenntnisse als Mehrwert für die Projektarbeit nutzbar zu machen. Die Ergebnisse dieses studentisch organisierten Projektes bilden den inhaltlichen Ausgangspunkt für die Landschaft Studierendenkonferenz (LASKO) 2016. Diese vom 31.10. bis zum 05.11. 2016 in Kassel stattfindende studentische Konferenz, an der Studierende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilnehmen, greift die bearbeiteten Projektinhalte in dem Konferenzthema auf. Im Diskurs mit den KonferenzteilnehmerInnen können Lösungen der Herausforderungen für Nordhessen erarbeitet und auf eine überregionale Ebene projiziert bzw. transformiert werden.
Obwohl die inhaltliche Auseinandersetzung dieses Projektes der Schwerpunkt ist, wird die Organisation der LASKO auch Teil des Aufgabenbereiches der Projektgruppe sein. Die Ergebnisse des Projektes Futur II Nordhessen werden im Rahmen des Rundgangs ASL präsentiert und in einem abschließendem Projektbericht durch die ProjektteilnehmerInnen zusammengestellt.
So wird dieses Projekt nach Ende der LASKO ein voller Erfolg gewesen sein!
Welzer, Harald (2015): Stiftung FUTURZWEI Zukunftsfähigkeit. http://www.futurzwei.org/#index [Zugriff: 09.12.2015].
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SoSe 2016
Architektur
Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung
Univ.-Prof. Dr.
Bruns Diedrich