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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Klimapark Mannheim

Klimapark Mannheim Die Stadt Mannheim steht vor großen stadtentwicklungstechnischen Aufgaben. Bis 2015 ist der vollständige Abzug der US-Armee geplant. Mit der Räumung der bisher militärisch genutzten Flächen setzt ein Transformationsprozess ein, der bedeutende Spielräume für neue zukunftsweisende Entwicklungsziele eröffnet. Ein...

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Klimapark Mannheim Die Stadt Mannheim steht vor großen stadtentwicklungstechnischen Aufgaben. Bis 2015 ist der vollständige Abzug der US-Armee geplant. Mit der Räumung der bisher militärisch genutzten Flächen setzt ein Transformationsprozess ein, der bedeutende Spielräume für neue zukunftsweisende Entwicklungsziele eröffnet. Ein Betrachtungsraum in einer Größenordnung von 500 ha, integriert in einen Grünzug, steht schwerpunktmäßig zu Verfügung, denn einen Handlungsschwerpunkt stellt die Bewerbung der Stadt für die Austragung der Bundesgartenschau 2023 dar, die dem Motto einer klimabewussten Stadtentwicklung folgen soll. Vor diesem Hintergrund ist die Stadt an innovativen und ggf. unkonventionellen Ideen für die Gestaltung der Grün- und möglicher Wasserflächen sowie der Wohngebiete interessiert. Der zukünftige Landschaftspark soll in erster Linie als Frischluftschneise fungieren. Die Stadt verfolgt darüber hinaus das Ziel, Grünzug begleitende Wohnbaufelder (Arrondierung und Gestaltung vorhandener Siedlungsränder), die bezüglich ihres Städtebaus und ihrer Architektur energetisch neue Maßstäbe setzten sollen, zu konzipieren. Die Fragestellung lautet: Welche Themen sind zukünftig für einen solchen Funktionsraum relevant und wie könnten sie technisch und gestalterisch gelöst werden? Kann die Symbiose aus Landschaft und Technik sinnlich erlebbar sein? Teilprojekt I Stadtklimaanalyse – FG Umweltmeteorologie – Prof. Dr. Lutz Katzschner Ziel des Projekts ist die Erarbeitung klimatologischer Grundlagen, die zum Verständnis des Stadtklimas sowie für die Planung des Gebiets in Mannheim notwendig sind. Stadtklimamessungen werden ein erster Schritt zur Untersuchung lokalklimatischer Phänomene sein. Brennpunkte und Handlungsoptionen sollen durch klimatologische Bausteine zur meso- und mikroklimatischer Wirkung mittels geeigneter Instrumente wie GIS-Modellierungen oder numerischer Modellierung durch ENVI-met aufgezeigt werden. Typische Ausprägungen des städtischen Mikroklimas orientieren sich an den Abmessungen individueller Gebäude, Bäume, Straßen, Innenhöfen, Parks und erstrecken sich von weniger als einem Meter bis hunderte Meter. Es gilt geeignete Empfehlungen für die Bebauungsstruktur (Größe und Abstand der Gebäude, Anteil an versiegelter Fläche, Muster menschlicher Aktivität, Baumaterialien, Grad der Vegetationsbedeckung) und Freiflächen zu geben. In Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt II (Entwicklung von klimagerechten Parkstrukturen) können mit Hilfe der oben genannten Instrumente Planungsszenarien erstellt werden, um die Entwürfe zu stützen. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2012/13 Lehrveranstaltungspool FB 06 Apl. Prof. Dr. Katzschner Lutz