Uni-Hannover
14. März 2017Projekt lang Little Boxes 8211 Modulares Bauen im Pasivhausstandard
In Anbetracht gestiegener ökologischer und ökonomischer Anforderungen an das Bauen soll im Sommersemester 2016 das Augenmerk auf Bausysteme und Fertigteil-Produktionsmethoden gelegt werden. In dem studentischen Architekturwettbewerb mit dem Thema Little Boxes – Modulares Bauen im Passivhausstandard sollen flexibel einsetzbare Raummodule...
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Jetzt Lernplan erstellenIn Anbetracht gestiegener ökologischer und ökonomischer Anforderungen an das Bauen soll im Sommersemester 2016 das Augenmerk auf Bausysteme und Fertigteil-Produktionsmethoden gelegt werden. In dem studentischen Architekturwettbewerb mit dem Thema Little Boxes – Modulares Bauen im Passivhausstandard sollen flexibel einsetzbare Raummodule im Passivhausstandard für eine temporäre Nutzung entwickelt werden.
Die zu entwickelnden elementierten Systeme mit möglichst hohem Vorfertigungsgrad sollen eine Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten erlauben. Ein Modul - grundsätzlich bestehend aus den Elementen Wand, Boden und Dach - soll am gewählten Standort als kleine Nutzungseinheit für sich stehen können oder aber mit mehreren Modulen zu einer größeren Nutzungseinheit zusammengefügt werden können. Eine Addition der Raummodule soll in vertikaler und horizontaler Richtung möglich sein.
Die Größen der einzelnen Raummodule/Elemente sollen sich an den Transportbedingungen orientieren.
Bei der konstruktiven Planung der Module sollen die Prinzipien des Bauens im Passivhausstandard und die zugehörigen baulichen und technischen Komponenten im Kontext des modularen Bauens erlernt und berücksichtigt werden, wie z.B.:
• ♣ Luftdichtheit der Gebäudehülle
• ♣ Hervorragende Dämmung der Außenbauteile
• ♣ Vermeidung von Wärmebrücken
• ♣ ventilatorgestützte Lüftung mit Wärmerückgewinnung
• ♣ Nutzung interner und solarer Gewinne
Die Integration der Gebäudetechnik muss auf die spezifischen Anforderungen der projektierten unterschiedlichen Nutzungen und die speziellen Erfordernisse des Baukastensystems reagieren. Die technische Infrastruktur der Raummodule soll weitestgehend in die Bauteile integriert werden. Dazu zählen – abhängig von der Nutzung - im Einzelnen:
• ♣ vertikale und horizontale Leitungstrassen
• ♣ wasserführende Leitungssysteme für Abwasser, Regenwasser, Grauwasser, Trinkwasser
• ♣ wasserführende/elektrische Systeme für Wärme- und Kälteversorgung
• ♣ luftführende Leitungssysteme für Be- und Entlüftungsanlagen
• ♣ Kabelsysteme und Leerrohrsysteme für Starkstrom, Schwachstrom und Bustechnologie
Ergebnis des Wettbewerbs soll eine Auswahl kreativer und ungewöhnlicher Lösungsansätze für Bausysteme mit höchstem energetischem Standard (Passivhausstandard) und gestalterischem Anspruch sein, die die Aspekte des nachhaltigen Bauens durch den Einsatz moderner Bauprodukte sowie das Zusammenspiel aktiver und passiver Maßnahmen berücksichtigen.
Schurr, Judith, Dipl.-Ing.
Bachlorthesis: Arbeitszeitraum 29.03.2016-22.06.2016
Universität Hannover
SoSe 2016
Hargus, Steen, Dipl.-Ing.
Prof. Dr.-Ing.
Bohne Dirk Ing