Uni-Kassel
14. März 2017Projekt ROM ROSTOCK RIO Die Kleinen Großen in Zeiten der Globalisierung
Das Wortspiel ließe sich fortsetzen, etwa mit Bombay Bielefeld Berlin oder Kairo Kiel Kiew. Der Blick richtet sich auf die Kleineren Großstädte in Deutschland und ihre Positionierung in den Raumstrukturen der Bundesrepublik, Europas und einer globalisierten...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Wortspiel ließe sich fortsetzen, etwa mit Bombay Bielefeld Berlin oder Kairo Kiel Kiew. Der Blick richtet sich auf die Kleineren Großstädte in Deutschland und ihre Positionierung in den Raumstrukturen der Bundesrepublik, Europas und einer globalisierten Welt. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Fachgebiete Stadt- und Regionalplanung sowie Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung wurde für diese Städte der Arbeitsbegriff Regiopolen als Abschichtung des Metropolenansatzes eingeführt.
Im Zuge von Globalisierung und Metropolisierung restrukturiert sich das Städtesystem. Unterhalb der Ebene der Metropolregionen mit großen Agglomerationsräumen stellt sich für mittelgroße Städte mit einem weniger stark verdichteten Umland die Frage der Neupositionierung. Einerseits ergänzen sie die Metropolen und übernehmen nationale Funktionen, andererseits fungieren sie als Kerne ihrer Region. Aufgrund ihrer Größe und ihrer Potentiale bilden sie eigenständige ökonomische Verflechtungsräume aus und können als Aktionsraum auch politisch agieren. Dabei kommt es darauf an, die besonderen Profile und kulturellen Images genauer zu bestimmen und sie entsprechend zu kommunizieren. Im Rahmen des Projektes über ein Semester sollen zwei potenzielle Regiopolen (in der engeren Wahl sind derzeit: Kassel, Kiel, Magdeburg, Bielefeld, N.N.) untersucht werden. Recherchen in der Literatur und im Netz sollen durch Erkundungen und Gespräche vor Ort und mit interessanten Akteuren ergänzt werden. Ziel ist es, die Regiopolen in ihrer Verortung und Rolle im großräumigen Städtesystem und als eigenständige und selbstbewusste Player zu charakterisieren und darzustellen. Die Ergebnisse sollen im Arbeitsprozess in einem WebLog (Blog) entwickelt und in Form einer Zeitung als Kommunikationsmedium für die Vermittlung aufbereitet werden.
Das Angebot richtet sich an Studierende im Hauptstudium ab 4. Semester und insbesondere an Studierende im Vertiefungsstudium. Neben den Stadtplanern sind Architekten und Landschaftsplaner willkommen, die Interesse an Prozessen der Raum- und Regionalentwicklung sowie an den Strategien von Städten zu ihrer Profilierung als Standorte der Wissensgesellschaft haben.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WS 2006/2007
Univ.-Prof. Dr.
Reuther Iris