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Uni-Kassel
14. März 2017

Projekt Update Siemensstadt

Update Siemensstadt An der Grenze der Berliner Bezirke Spandau und Charlottenburg entstanden im Zusammenhang mit dem Industriestandort von Siemens ab Ende der 1920er Jahre mehrere Siedlungen -im Grünen-. Mit begrenzten finanziellen Mitteln wurde seinerzeit ein Maximum an Wohnkomfort erzeugt. National...

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Update Siemensstadt An der Grenze der Berliner Bezirke Spandau und Charlottenburg entstanden im Zusammenhang mit dem Industriestandort von Siemens ab Ende der 1920er Jahre mehrere Siedlungen -im Grünen-. Mit begrenzten finanziellen Mitteln wurde seinerzeit ein Maximum an Wohnkomfort erzeugt. National und auch international gelten sie als Musterbeispiel des öffentlichen, sozialen Wohnungsbaues der Weimarer Zeit. Weltbekannte Architekten und Landschaftsarchitekten wie Walter Gropius, Hans Scharoun, Hugo Häring und Leberecht Migge haben daran mitgewirkt. 2008 wurde ein Teil der Siemensstadt, die so genannte Ringsiedlung, gemeinsam mit fünf anderen Berliner Siedlungen der Moderne als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt. -Planung und Bau der Siedlungen markierten einen Strukturwandel im Wohnungswesen, wie er in dieser Form nur unter den besonderen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg möglich war. Als Gegenmodell zur privatwirtschaftlichen Bauspekulation mit ihren Mietskasernen sollten sie eine neue Architektur für eine neue Gesellschaft verwirklichen...Heute nimmt ein zweiter Wandel Form an. Die öffentliche Hand zieht sich aus dem Wohnungsbau zurück und privatisiert die Wohnungen an Mieter und Investoren. Und wieder werden die Siedlungen zum Modell, das zeigt, wie sich der Erhalt dieser emblematischen Baudenkmale mit zeitgemäßen Anforderungen an Ausstattung und Komfort in Einklang bringen lässt.- (website der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/denkmale_in_berlin/de/weltkulturerbe/siedlungen/, Zugriff 01.07.2012) Im Projekt möchten wir dies in Hinblick auf den Freiraum auf den Prüfstand stellen und die räumlich-gestalterischen Möglichkeiten in Entwürfen ausloten. Dabei wird es auch um die angrenzenden, später entstandenen Wohnstandorte und ihre Freiräume gehen, die Verflechtungen zum direkt angrenzenden Volkspark Jungfernheide, Straßenräume und Plätze. Innerhalb des Projektes ergibt sich dadurch die Gelegenheit zu individuellen landschaftsarchitektonischen Vertiefungen. Das Projekt richtet sich an MA-Studierende der Vertiefungsrichtung Landschaftsarchitektur/ Freiraumplanung mit einschlägiger Entwurfserfahrung und ist nicht für -Entwurfseinsteiger- geeignet. Für die erfolgreiche Teilnahme am Projekt ist die kontinuierliche, gemeinsame Arbeit im Studio Voraussetzung. In der Kompakt-/ Exkursionswoche ist ein workshop in Berlin geplant. Dazu steht uns die in 2011 eröffnete Infostation der Ringsiedlung Siemensstadt als Arbeitsort zur Verfügung. Leistungsnachweis: Erarbeitung und termingerechte Abgaben zu Zwischenpräsentationen, Präsentation des Projektergebnisses beim Projektrundgang, zeichnerische und schriftliche Ausarbeitung (Abgabe des Readers bis zur BA-MA-Prüfungswoche), Mitarbeit externe Ausstellung in Berlin. Workload: 12 cp, 8 SWS; 360 Std. workload gesamt, davon 270 Std. in der VL-Zeit/ 90 Std. in der VL-freien Zeit (Erarbeitung des Projektreaders) FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel WiSe 2012/13 Stadt- und Regionalplanung Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Röntz Ariane