Uni-Dortmund
14. März 2017Projekt Work Life Balance als gesundheitsförderliche Maßnahme für Studium und Beruf
Work-Life-Balance kann angesehen werden -(…) als die erfolgreiche Verzahnung von Arbeits- und Privatleben, die durch die Einbeziehung privater, sozialer, kultureller und gesundheitlicher Erfordernisse erreicht wird (BMFSFJ, 2005, S. 4, zitiert nach Esslinger & Kellner, 2010, S. 109). Allerdings ist eine...
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Jetzt Lernplan erstellenWork-Life-Balance kann angesehen werden -(…) als die erfolgreiche Verzahnung von Arbeits- und Privatleben, die durch die Einbeziehung privater, sozialer, kultureller und gesundheitlicher Erfordernisse erreicht wird (BMFSFJ, 2005, S. 4, zitiert nach Esslinger & Kellner, 2010, S. 109). Allerdings ist eine so klare Trennung zwischen den Bereichen Arbeit und Freizeit in der Realität immer weniger gegeben (Hoff et al., 2005; Kastner, 2010). Aber gerade hierin scheint die aktuelle Popularität des Begriffs der Work-Life- Balance zu liegen: -Wir gehen davon aus, dass dieser Begriff immer beliebter wird, weil eine Balance der Hauptlebensbereiche für immer mehr erwerbstätige Erwachsene in postindustriellen Gesellschaften zwar als erstrebenswert gilt, aber immer schwieriger realisierbar erscheint, und weil sich Konflikte zwischen Handlungsanforderungen sowie zwischen persönlichen Zielen in beiden Bereichen zuspitzen- (Hoff et al., 2005, S. 197).
Gerade der Lehrerberuf scheint hohe Herausforderungen zu stellen, so dass eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der Thematik Work-Life-Balance als gesundheitsförderliche Maßnahme im Sinne einer Ressourcenorientierung anzusehen ist und gefördert werden sollte (Abele & Candova, 2007; Affeldt & Greve, 2002; Dückers-Klichowski, 2005; Friedel & Dalbert, 2003).
Daher wird es in diesem Projektseminar neben einer Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen darum gehen, in Kleingruppen Workshops vorzubereiten und abschließend im Plenum durchzuführen, die sich mit Maßnahmen beschäftigen, die einer Work-Life-Balcane in der aktuellen und zukünftigen Studien- und Berufssituation zuträglich sein können (z.B. Durchführen von Entspannung, Beschäftigung mit Stressprävention, Nutzen von Supervision, Einbau von Bewegungseinheiten, veränderte Arbeitsorganisation etc.)
Das Projektseminar umfasst 4 SWS und wird somit für 2 Seminare (Aktive Teilnahmen) angerechnet.
Abele, A.E. & Candova, A. (2007). Prädiktoren des Belastungserlebens im Lehrerberuf. Befunde einer 4-jährigen Längsschnittstudie. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 21, 107-118.
Affeldt, M. & Greve, E. (2002). Die Prävention beginnt in der Ausbildung. Erfahrungen mit -Lehrertraining-. Pädagogik, 54, 30-35.
BMFSFJ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.).(2005). Work-Life Balance. Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität. Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte. Zusammenfassung der Ergebnisse. Berlin: BMFSFJ.
Dückers-Klichowski, S. (2005). Burnout bei Lehramtsanwärtern im Primarbereich. Berlin: Logos.
Friedel, A. & Dalbert, C. (2003). Belastung und Bewältigung bei Grundschullehrerinnen. Die Auswirkungen einer Versetzung an die Förderstufe und der Einfluss der Ungewissheitstoleranz. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 17, 55-68.
Hoff, E.H., Grote, S., Dettmer, S., Hohner, H.U. & Olos, L. (2005). Work-Life-Balance: Berufliche und private Lebensgestaltung von Frauen und Männern in hochqualifizierten Berufen. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 49, 196-207.
Kastner, M. (2010). Work-Life Balance für Extremjobber. In S. Kaiser & M.J. Ringlstetter (Hrsg.), Work-Life Balance. Erfolgversprechende Konzepte und Instrumente für Extremjobber (S. 1-27). Berlin: Springer.
M.Ed. Lehramt Sonderpädagogik Schwerpunkt BK
Technische Universität Dortmund
WiSe 2013/14
M.Ed. Lehramt Sonderpädagogik
Dr.
Roos Stefanie