Uni-Kassel
14. März 2017Projekt Zukunft für die Zukunftsstadt
Mit Wolfsburg und Halle-Neustadt sind zwei Planstädte des 20. Jahrhunderts in dem Bundeswettbewerb Zukunftsstadt aufgenommen worden. Gefragt sind Visionen für eine zukunftsfähige Stadt für das 21. Jahrhundert, die als Modell für die Große Transformation der Stadtgesellschaft fungieren kann. Die beiden...
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Jetzt Lernplan erstellenMit Wolfsburg und Halle-Neustadt sind zwei Planstädte des 20. Jahrhunderts in dem Bundeswettbewerb Zukunftsstadt aufgenommen worden. Gefragt sind Visionen für eine zukunftsfähige Stadt für das 21. Jahrhundert, die als Modell für die Große Transformation der Stadtgesellschaft fungieren kann. Die beiden ausgewählten Beispiele repräsentieren die Versuche des letzten Jahrhunderts in West und Ost die Stadt der Zukunft zu bauen. Nun gilt es sie für die großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte vorzubereiten. Die beiden Städte stellen herausragende Beispiele der internationalen Städtebau-Moderne dar und sind zugleich in sehr unterschiedlichem Maße in Umbrüchen begriffen oder stehen vor solchen. Nun sind sie an der Schwelle zu einer Neuorientierung.
Es gilt zum einen, am Beispiel dieser prominenten Fälle, die Grundlinien der modernen Stadtentwicklung zu ergründen, die je in Diktaturen und Demokratien geprägt wurden und deshalb von großer Aktualität sind. Darauf gründen sich dann die Strategien für die Zukunft in städtebaulicher und landschaftlicher Hinsicht.
Beide Städte sind herausragende Prototypen dafür, wie Städte im Zeitalter des Fordismus (Zweite Industrielle Revolution) geprägt wurden: Können sie nun Prototypen einer Postwachstums-Ära werden? Oder sehen die Visionen für die Stadt des Volkswagens und der Stadt der Chemiearbeiter in Zukunft noch ganz anders aus?
Das Ziel des Projektes besteht darin, Planungsstrategien für die beiden Städte zu entwickeln. Als Methoden werden dabei Szenarien, Open Space, Planspiele und Raumcollagen angewandt. Am Ende werden für die beiden Modellstädte je ein strategischer Rahmenplan mit Skizzen zur Geschichte, zu Analysen und den Szenarien sowie eine (schriftliche) Vision für die Zukunft der Zukunftsstadt stehen. Daraus soll dann ein Beitrag für das neue open access-Magazin Raum & Resilienz der ASL-Studierenden werden. Das Projekt wird wie eine Zukunfts-Werkstatt (Charrette) angelegt. Im Projekt kann auf vielfältige Vorarbeiten zur Geschichte und zu Ansätzen der Planung aus vorhergehenden Semestern (Forschendes Lernen, Planungsgeschichte, Bachelor-Arbeit, Veröffentlichungen) zurück gegriffen werden. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 20 begrenzt.
Literatur:
Bodenschatz, Harald und Kegler, Harald (2005): Stadtumbau, in: Akademie für Raumordnung und Landesplanung (Hrsg.): Handwörterbuch der Raumordnung, Hannover, S. 1092-1096
Kegler, Harald; Rhede-Bauers, Christiane (2015): Ein Museum der Raumordnung, in: Planerin 3/15, S. 42-43
Kegler, Harald (2005): Charrette Verfahren zur Reurbanisierung, in: DISP 160, Zürich, S. 75-82
Kegler, Harald (2015): Resilienz neuer Maßstab für Gestaltung und Planen, in: Garten+Landschaft 3/2015, S. 18-22
Kolleg (2015): Postwachstumsgesellschaften Atlas der Globalisierung Weniger wird mehr,Berlin
Masterlabor 2146* (2015): Halle-Neustadt Stadt zwischen zwei Systemen, in: Planerin 2/15, S. 53-54 (*Studierende der Universität Kassel, FB 6, betreut von Kegler, Harald)
WBGU (2016): Die transformative Kraft der Städte, Berlin
http://www.wolfsburg.de/newsroom/2015/06/23/15/27/zukunftsstadt
http://halle.neu.stadt-2050.de/
http://www.fona.de/mediathek/pdf/Zukunftsstadt.pdf
www.wege-in-die-zukunftsstadt.de
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2016/17
Stadt- und Regionalplanung
PD Dr. habil.
Kegler Harald habil