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Uni-Kassel
14. März 2017

Projektseminar Geschichte wird gemacht Vergangenheitspolitik und Erinnerungskultur in Lateinamerika

Inhaltlich beschäftigt sich das Seminar mit der jüngsten Geschichte Lateinamerikas sowie mit ihrer Aufarbeitung in Politik, Gesellschaft und Kultur. Ein Großteil der Länder der Region sah sich bis in die 1980er Jahre mit (Militär-)Diktaturen oder Bürgerkriegen konfrontiert. Während dieser Zeit...

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Inhaltlich beschäftigt sich das Seminar mit der jüngsten Geschichte Lateinamerikas sowie mit ihrer Aufarbeitung in Politik, Gesellschaft und Kultur. Ein Großteil der Länder der Region sah sich bis in die 1980er Jahre mit (Militär-)Diktaturen oder Bürgerkriegen konfrontiert. Während dieser Zeit kam es zu schweren Menschenrechtsverletzungen, die die Gesellschaften vielfach bis heute prägen. Gegenwärtig lässt sich in Lateinamerika ein Erinnerungsboom feststellen, der sich durch eine thematische Vielfalt und die Nutzung unterschiedlicher Medien auszeichnet und von politischen Bemühungen um eine Aufarbeitung der Erinnerungskultur sowie die Zunahme von Gerichtsverfahren gegen die verantwortlichen Militärs begleitet wird. Gleichzeitig sehen sich viele Gesellschaften auch den Einflüssen früherer Machthaber und ihrer Alliierten gegenüber, die kein Interesse an einer Beschäftigung mit früheren Gewalttaten haben. Ziel des Seminars ist es, die verschiedenen Bemühungen nach Aufarbeitung der neueren Geschichte darzustellen. Dafür wird ein Bogen von Simón Bolívar, dem mythischen Befreier der Region und seiner postumen Wahrnehmung bis zur Suche nach den Opfern der mexikanischen Aufstandsbekämpfungspolitik gespannt. Auf diese Weise soll ein breites Panorama der unterschiedlichen Geschichtspolitiken erarbeitet werden. Das Projektseminar bereitet die Teilnahme an der Tagung Weingartener Lateinamerikagespräche vom 09. bis 11. Januar 2015 zum Thema -Geschichte wird gemacht! Vergangenheitskultur und Erinnerungspolitik in Lateinamerika- in Weingarten inhaltlich und organisatorisch vor. Während der Vorbereitung und Teilnahme an der Tagung werden die Abläufe einer Veranstaltungsorganisation aus der Nähe kennengelernt und Kontakte mit den Referenten hergestellt. Als Ergebnis des Projektseminars sollen Artikel, Protokolle, Interviews, Tagungsberichte etc. für eine Veröffentlichung vorbereitet werden. Diese schriftlichen Leistungen werden als Leistungsnachweis gewertet. Die Exkursion nach Weingarten wird weitgehend aus Mitteln des Fachbereichs gefördert, es ist aber ein Eigenbeitrag von ca. 60 € zu entrichten. Die Teilnahme an der Tagung ist für den Leistungserwerb obligatorisch. Das Projektseminar mit Exkursion ist einsemestrig und deckt 4 SWS ab. Die Teilnahmezahl ist aufgrund organisatorischer und finanzieller Mittel auf 15 Teilnehmende beschränkt. Die Tagung von Weingarten bildet einen Hauptaspekt des Seminars, praktische Vor- und Nacharbeiten zur Exkursion sind daher Teil des Programms. Da das Seminar einen starken Praxisbezug hat, können im Verlauf verschiedene kleinere Aufgaben wie die praktische oder inhaltliche Vorbereitung von Artikeln oder anderen schriftlichen Arbeiten anfallen. Zudem ist die Gestaltung einer Seminarstunde – als Ersatzleistung für ein Referat – als relevante Leistung vorgesehen. FB 05 Gesellschaftswissenschaften Das Projektseminar mit Exkursion ist einsemestrig und deckt 4 SWS ab. Die Teilnahmezahl ist aufgrund organisatorischer und finanzieller Mittel auf 15 Teilnehmende beschränkt. Die Tagung von Weingarten bildet einen Hauptaspekt des Seminars, praktische Vor- und Nacharbeiten zur Exkursion sind daher Teil des Programms. Da das Seminar einen starken Praxisbezug hat, können im Verlauf verschiedene kleinere Aufgaben wie die praktische oder inhaltliche Vorbereitung von Artikeln oder anderen schriftlichen Arbeiten anfallen. Zudem ist die Gestaltung einer Seminarstunde – als Ersatzleistung für ein Referat – als relevante Leistung vorgesehen. Uni Kassel WiSe 2014/15 Politikwissenschaften HF Crncic Zejlko