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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Beantwortung der Frage Was war Aufklärung

-Was ist Aufklärung? Diese Frage, die beinahe so wichtig ist, als: was ist Wahrheit, sollte doch wohl beantwortet werden, ehe man aufzuklären anfinge! Und noch habe ich sie nirgends beantwortet gefunden!- Diese im Jahr 1783 in der Berlinischen Monatsschrift veröffentlichten...

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-Was ist Aufklärung? Diese Frage, die beinahe so wichtig ist, als: was ist Wahrheit, sollte doch wohl beantwortet werden, ehe man aufzuklären anfinge! Und noch habe ich sie nirgends beantwortet gefunden!- Diese im Jahr 1783 in der Berlinischen Monatsschrift veröffentlichten Worte Johann Friedrich Zöllners führten ein Jahr später zur kanonisch gewordenen Definition der Aufklärung als -Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit- durch Immanuel Kant in seinem Text -Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?- Wie der Seminartitel bereits nahelegt, werden wir von dieser Koordinate aus versuchen, einen kritischen Blick auf das Phänomen namens -Aufklärung- zu werfen. Entscheidend ist dabei, dass die Rede vom kritischen Blick selbst Gefahr läuft sich als hypothetisches Luxmeter zur Messung der Leuchtkraft der aufklärerischen Fackel der methodologischen Instrumentarien des Untersuchungsgegenstandes zu bedienen. Insofern stellt sich die Frage, ob eine rein auf das Vernünftig-Luminöse abzielende Aufklärung der Aufklärung nicht in einen konturlosen Zustand der Überbelichtung führt und es nicht viel eher angebracht ist, sich auch dem Anderen der Vernunft, dem Dunklen, Obskuren zuzuwenden. Solchen Spuren folgend werden wir neben theoretischen und literarischen Quellen des 18. Jahrhunderts (Kant, Hamann, Lessing, Mendelssohn, etc.) auch Denkansätze des 20. Jahrhunderts wie diejenigen von Adorno/Horkheimer und Foucault zu Rate ziehen. Ziel ist es dabei, aus dem Zusammenspiel von Hell und Dunkel die genuin textoperative Qualität des Aufklärungssignifikanten herauszuarbeiten. Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Grundsätzlich gilt für alle Studiengänge: Wenn es alternative Prüfungsformen gibt, dann liegt die Wahl der Prüfungsform bei dem/der Prüfenden. B.A.-Hauptfach Germanistik (Fassung 2009/2010), alle modularisierten Lehrämter Deutsch, B.A./M.A. Berufliche Bildung und B.A. Wirtschaftspädagogik und Masternebenfach Neuere deutsche Literatur (im MA Soziologie): Hausarbeit (ca. 25.000 Zeichen) oder Klausur (90 Minuten). Die Prüfungen werden benotet. B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Wichtig: Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung. LMU München SoSe 2016 Frühm Christian Simon