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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Dichten am Abgrund Rimbaud und Verlaine

-Das einzig Unerträgliche ist, dass nichts unerträglich ist-. Arthur Rimbaud (1854-1891) und Paul Verlaine (1844-1896) verband Zeit ihres Lebens eine exzentrische On/Off-Beziehung, die einerseits Katalysator für ihr lyrisches Schaffen war, andererseits jedoch diese beiden Existenzen an den Rand des Wahnsinns...

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-Das einzig Unerträgliche ist, dass nichts unerträglich ist-. Arthur Rimbaud (1854-1891) und Paul Verlaine (1844-1896) verband Zeit ihres Lebens eine exzentrische On/Off-Beziehung, die einerseits Katalysator für ihr lyrisches Schaffen war, andererseits jedoch diese beiden Existenzen an den Rand des Wahnsinns und der Zerstörung trieb. So spricht der zehn Jahre jüngere Rimbaud Verlaine gegenüber den eingangs zitierten Satz aus - -La seule chose insupportable, c’est que rien n’est insupportable.- -, nachdem er ihm als eine Art Liebespfand mit einem Messer in die Hand gestochen hatte. Die zeitversetzte Antwort Verlaines wird ein Pistolenschuss in Rimbauds Handgelenk sein. Neben Rimbauds Une saison en enfer (1873) und den Illuminations (1886/1895) sollen u.a. Verlaines Fêtes galantes (1869) sowie seine Romances sans paroles (1874) untersucht werden. Während die Sprache Rimbauds als explosiv, abgründig und teilweise dissonant bezeichnet werden kann und damit eine ganz eigene Intensität begründet, sind Verlaines Gedichte zumeist bis zur Perfektion musikalisch durchkomponiert. Wir werden uns in diesem Seminar mit dem dichterischen Werk zweier Lyriker befassen, die die moderne, insbesondere die symbolistische und surrealistische Lyrik über Frankreich hinaus wesentlich geprägt haben. Ziel des Seminars soll es u.a. sein, Grundlagenkenntnisse der Lyrikanalyse zu vertiefen und Freude am genauen Lesen dichter Texte zu entwickeln. Nicht zuletzt aber wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, was moderne Poesie überhaupt kennzeichnet und wie man sich ihr nähert. Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu intensiver Lektüre, Textvorbereitung und gemeinsamer Diskussion sowie Lesefähigkeit im Französischen. - Arthur Rimbaud (52013) Sämtliche Sichtungen. Zweisprachige Ausgabe, übers. v. Thomas Eichhorn, Reinhard Kiefer und Ulrich Prill, München: dtv. - Paul Verlaine (2000) Gedichte. Fêtes galantes. La Bonne Chanson. Romances sans paroles. (Französisch/Deutsch), übers. v. Wilherlm Richard Berger, Stuttgart: Reclam. Leistungsnachweis B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten. Anmeldung Anmeldung über LSF, oder: Martina.Bengert@romanistik.uni-muenchen.de Bitte beachten Sie die vorgezogene Belegfrist für Seminare: 9.-16. Juli! Weitere Infos zur Belegung im Prospektschrank (Schellingstr. 3 (VG), Flur 5. Stock) Department II - Griechische und Lateinische, Romanische, Italienische und Slavische Philologie, Sprachen und Kommunikation B.A.-Nebenfach SLK: Diese Veranstaltung entspricht in WP 2 dem Kurstyp -Begleitkurs zu Themen der Literaturwissenschaft m/n/o/p- (WP 2.0.14/16/18/20). Sie erhalten 3 ECTS, wenn Sie entweder eine Klausur (30-60 Min.) schreiben oder eine mündliche Prüfung (15-30 Min.) ablegen oder ein Thesenpapier (3.000-6.000 Zeichen) oder Übungsaufgaben (3.000-6.000 Zeichen) fertigen. Die Prüfung muss benotet sein. Die Wahl der Prüfungsart liegt beim Dozenten. LMU München WiSe 1415 Bengert Martina