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Uni-München
14. März 2017

Proseminar Eine Welt in Bildern Das Fotobuch

Paris in 100 Aufnahmen, fotografische Perspektiven auf -See Sand Sonne- und der Alltag eines Kindes in den 1960er Jahren – drei Themen innovativer Fotobücher des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Erzählen in Bildern im Medium des Buches begann zwar bereits...

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Paris in 100 Aufnahmen, fotografische Perspektiven auf -See Sand Sonne- und der Alltag eines Kindes in den 1960er Jahren – drei Themen innovativer Fotobücher des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Erzählen in Bildern im Medium des Buches begann zwar bereits in der Frühzeit der Fotografie, doch erst kameratechnische Innovationen sowie neue Druckverfahren führten zur Etablierung des Fotobuchs. 1927 forderte der Bauhaus-Künstler und Fotograf László Moholy-Nagy -Fotografien an Stelle des Textes-; die zwei Jahre später stattfindende Stuttgarter Ausstellung -Film und Fotografie- verdeutlichte, dass die Welt nunmehr von fotografischen Bildern konstituiert wurde. In den zwanziger und dreißiger Jahren kamen wegweisende Fotobücher auf den Markt, darunter Albert Renger-Patzschs -Die Halligen- (1927), -100 x Paris- von Germaine Krull (1929) und Arvid Gutschows -See Sand Sonne- (1930). Charakteristisch für die genannten Bücher ist die Dominanz des Bildes gegenüber der Schrift. Im Jahr 1967 veröffentlichte der Fotograf Stefan Moses sein Buch -Manuel-, das nicht nur neue ästhetische Parameter in das Kinderbildnis einführte sondern auch als Porträt einer sich liberalisierenden Gesellschaft lesbar ist, die das Kind als autonome Persönlichkeit ernst nahm. Bis heute ist das Fotobuch eine zentrale Ausdrucksform künstlerischer Fotografie geblieben. Dieses Seminar widmet sich nicht nur zentralen Fotobüchern der letzten 100 Jahre, untersucht das spezifische Seh- und Leseverhalten, sondern wird vor allem nach spezifischen Methoden, Untersuchungskategorien und Fragestellungen zur Erforschung dieses fotografischen Mediums fragen. Wie unterscheidet sich das Fotobuch von anderen Gegenständen der Kunstgeschichte, wie ist das Verhältnis von Einzelfotografie und Buch zu benennen, wie die Relation von Bild und Text? Die am 17./18. Oktober 2014 am Zentralinstitut für Kunstgeschichte stattfindende Tagung -Gedruckt und erblättert. Das Fotobuch als Medium ästhetischer Artikulation seit den 1940er-Jahren- ist den SeminarteilnehmerInnen zur Einführung in das Seminarthema anempfohlen. Zudem ist ein Studiennachmittag geplant, an dem Fotobücher aus der Schenkung des Fotografen Stefan Moses im Zentralinstitut für Kunstgeschichte eingesehen werden können. Literatur (zur Einführung) • DiBello, Patrizia: The photobook: from Talbot to Ruscha and beyond, London 2012. • Dickel, Hans: Künstlerbücher mit Photographie seit 1960, Hamburg 2008. • Dogramaci, Burcu und Simone Förster (Hg.): Architektur im Buch, Dresden 2010. • Heiting, Manfred und Roland Jaeger (Hg.): Autopsie, Bd. 1: Deutschsprachige Fotobücher 1918 bis 1945, Göttingen 2012. • Koetzle, Hans-Michael: Eyes on Paris. Paris im Fotobuch 1890 bis heute, Ausst.-Kat. Haus der Photographie in den Deichtorhallen, Hamburg, München 2011. • Pfrunder, Peter (Hg.): Schweizer Fotobücher 1927 bis heute : eine andere Geschichte der Fotografie, Baden 2012. Leistungsnachweis Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung! B.A. Hauptfach Kunstgeschichte, Studienordnung 2012 (6 ECTS) ERASMUS-StudentInnen • Referat (ca. 20-40 Minuten) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) oder Thesenpapier (ca. 7.500 Zeichen) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) • Bewertung: bestanden/nicht bestanden und benotet B.A. Hauptfach Kunstgeschichte, Studienordnung 2010 (6 ECTS) • Referat (ca. 20-40 Minuten) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) oder Wissenschaftliches Protokoll (ca. 7.500 Zeichen) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) • Bewertung: benotet und benotet B.A. Nebenfach Kunst Musik Theater, Studienordnung 2011 (6 ECTS) • Referat (ca. 20-40 Minuten) oder Wissenschaftliches Protokoll (ca. 7.500 Zeichen) • Bewertung: benotet • Übungsaufgaben im Rahmen des Technikkurses (bitte nicht vergessen, sich für den Technikkurs eigens zur Prüfung anzumelden!) Anmeldung 1) Anmeldung zur Seminarbelegung: • über LSF (priorisiertes Belegverfahren) • Magister- und ERASMUS-Studierende wenden sich bitte direkt per E-Mail an die Dozentenin: burcu.dogramaci@kunstgeschichte.uni-muenchen.de 2) Anmeldung zur Prüfung: Die Anmeldung zur lehrveranstaltungsbezogenen Prüfung ist vom 23.06.- 04.07.2014 möglich. Department Kunstwissenschaften Für alle Studiengänge gilt: Rechtsverbindlich ist nur die jeweilige Prüfungs- und Studienordnung in der jeweils aktuell gültigen Fassung! B.A. Hauptfach Kunstgeschichte, Studienordnung 2012 (6 ECTS) ERASMUS-StudentInnen • Referat (ca. 20-40 Minuten) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) oder Thesenpapier (ca. 7.500 Zeichen) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) • Bewertung: bestanden/nicht bestanden und benotet B.A. Hauptfach Kunstgeschichte, Studienordnung 2010 (6 ECTS) • Referat (ca. 20-40 Minuten) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) oder Wissenschaftliches Protokoll (ca. 7.500 Zeichen) und Hausarbeit (ca. 15.000 Zeichen) • Bewertung: benotet und benotet B.A. Nebenfach Kunst Musik Theater, Studienordnung 2011 (6 ECTS) • Referat (ca. 20-40 Minuten) oder Wissenschaftliches Protokoll (ca. 7.500 Zeichen) • Bewertung: benotet • Übungsaufgaben im Rahmen des Technikkurses (bitte nicht vergessen, sich für den Technikkurs eigens zur Prüfung anzumelden!) Anmeldung 1) Anmeldung zur Seminarbelegung: • über LSF (priorisiertes Belegverfahren) • Magister- und ERASMUS-Studierende wenden sich bitte direkt per E-Mail an die Dozentenin: burcu.dogramaci@kunstgeschichte.uni-muenchen.de 2) Anmeldung zur Prüfung: Die Anmeldung zur lehrveranstaltungsbezogenen Prüfung ist vom 23.06.- 04.07.2014 möglich. LMU München WiSe 1415 Prof.Dr. Dogramaci Burcu