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17. Juli 2017Roland Barthes Mythologies Mythen des Alltags
Roland Barthes
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Jetzt Lernplan erstellenRoland Barthes' Studie Mythologies (Paris 1957; Mythen des Alltags, Frankfurt 1964 - gekürzte Fassung, Frankfurt 2010 - vollständige Fassung) ist ein Klassiker von erstaunlicher Frische. Wer immer sich befasst mit Alltagskultur, Pop, Massenmedien, politischer Sprache und Kultur, wird an diesem kleinen Buch nicht vorbeikommen. Barthes entwirft hier einen semiotischen Mythenbegriff, der zur Analyse von Sprache und Bild nach wie vor tauglich ist, und er beobachtet mit großer Wachheit kommunikative Praktiken, die unser Konsumverhalten, unsere Medienrezeption, unser Imaginäres, kurz, unser Verhältnis zur Gesellschaft beeinflussen. Vom People-Magazin Paris-Match bis zum Citroen-Design, vom Boxen bis zu Greta Garbo und Chaplin wird ein Bogen kulturkritischer und ästhetischer Reflexionen aufgespannt, der in den Nouvelles Mythologies von Jérôme Garcin (Paris 2007) um aktuelle Phänomene erweitert, intellektuell aber kaum überboten wird.
30 Jahre nach dem Tod Roland Barthes'(1980) gab es im letzten Jahr eine Reihe von Tagungen zu seinen Schriften, Neuauflagen und auch eine große illustrierte Ausgabe der Mythologies. Es ist freilich nicht der Jahrestag, der RB lebendig hält; vielmehr sind es die Impulse, die dieser interessante, da kritische und sensible Denker dem kulturellen Wissen und dem kulturwissenschaftlichen Arbeiten gegeben hat.
Neben dem kleinen Buch Mythologies (zahlreiche Auflagen) / Mythen des Alltags), dessen Lektüre vorausgesetzt wird, sollen Schlaglichter auf weitere Texte Roland Barthes' geworfen werden.
Alle KP können erworben werden.
Zur Einführung: Ottmar Ette, Roland Barthes. Eine intellektuelle Biographie, Frankfurt 1999.
Romanistik
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SoSe 2011
Univ.-Prof. Dr.
Hülk Althoff Walburga