Selbstporträts und künstlerische Selbstinszenierung von der Renaissance bis zur Gegenwart
Wie sehen sich Künstler, wenn sie sich selbst ins Bild setzen? Durch Sichtung von Kunstwerken aus über tausend Jahren Kunstgeschichte versuchen wir verschiedenen Typen der Selbstdarstellung auf die Spur zu kommen. Am konkreten Gegenstand werden wir das schöpferische Subjekt bei...
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Jetzt Lernplan erstellenWie sehen sich Künstler, wenn sie sich selbst ins Bild setzen? Durch Sichtung von Kunstwerken aus über tausend Jahren Kunstgeschichte versuchen wir verschiedenen Typen der Selbstdarstellung auf die Spur zu kommen. Am konkreten Gegenstand werden wir das schöpferische Subjekt bei der Selbstinszenierung beobachten. Dabei bildet das Selbstbildnis traditionellerweise zunächst einen Schauplatz des Individuums als Ausdruck und als eine für die Nachwelt erstellte Dokumentation individueller Eigenschaften. Doch Körperhaltung, Mimik, Gestik sowie Kleidung, Attribute und Inschriften transportieren neben der einzigartigen Physiognomie des Künstlers immer auch das zugrundeliegende Rollenverständnis und den erwünschten gesellschaftlichen Status.
Wie will der Künstler gesehen werden? In welche Bildtradition stellt er oder sie sich? Ist ein Muster oder Kanon erkennbar? Und welche unterschwelligen Erkenntnisse lassen sich durch die konkrete Art und Weise der Selbstdarstellung gewinnen? Das Seminar findet im WS 08/09 eine Fortsetzung, wenn wir uns vermehrt den zugrundeliegenden Subjektkonzepten zuwenden. Die Vorstellungen vom Künstler umspannen seit Mittelalter und Neuzeit ganz unterschiedliche Auffassungen. Der Künstler als Handwerker, Hofmaler, gutsituierter Bürger, Prophet, Genie oder Antikünstler das kreative Subjekt ist facettenreich und manchmal nur schwer zu verorten. Zwischen der Idee einer kreativ-schöpferischen Künstler-Persönlichkeit bis hin zum Tod des Autors liegen nicht weniger als 600 Jahre. Referateseminar. Referatsthemen werden in der ersten Sitzung verteilt.
Kunsthochschule Kassel Uni Kassel SS 2008 Kunstwissenschaft Dr. Seegers Ulli