Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Adorno Minima Moralia
Die Minima Moralia zählt zu den Hauptwerken Theodor W. Adornos. Sie gilt als eines der (letzten) philosophischen Volksbücher. Sprechend ist schon der Untertitel des Buches: Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Bei der Minima Moralia handelt es sich um Reflexionen, die...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Minima Moralia zählt zu den Hauptwerken Theodor W. Adornos. Sie gilt als eines der (letzten) philosophischen Volksbücher. Sprechend ist schon der Untertitel des Buches: Reflexionen aus dem beschädigten Leben. Bei der Minima Moralia handelt es sich um Reflexionen, die Adorno zwischen 1944 und 1947 im Exil verfasste. Sie sind aphoristisch gestaltet und bestechen durch ihren sprachlichen und stilistischen Nachdruck, was sich am wahrscheinlich meist zitierten Satz der Minima Moralia: Es gibt kein richtiges Leben im falschen widerspiegelt. Adorno geht es in dieser Schrift nicht darum, eine Moralphilosophie darzustellen. Seine Texte behandeln in kritischen und doppeldeutigen Betrachtungen lebensweltliche Themen wie das Verhältnis des Einzelnen zur Gesellschaft, Exilerfahrungen aber auch der Kulturkritik, der Wissenschaft etc. Dem beschädigten Leben nachzuspüren, ist eines der Ziele, die Adorno mit der Minima Moralia verfolgt.
Im Seminar wird die Minima Moralia gemeinsam vollständig gelesen und kritisch diskutiert.
Textgrundlage: Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus dem beschädigten Leben, Frankfurt a. M. 2003. [GS 4] (eine andere Ausgabe zu nutzen, ist auch möglich)
Anforderungen: Um einen Teilnahmeschein zu erhalten, ist es erforderlich, ein Ergebnisprotokoll zu erstellen.
Literaturhinweis zum Einlesen: Andreas Bernard/Ulrich Raulff (Hgg.): Theodor W. Adorno Minima Moralia neu gelesen, Frankfurt a. M. 2003.
FB 02 Institut für Philosophie
Uni Kassel
WiSe 2016/17
Philosophie HF
Dr.
Thiemer Nicole