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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Akademien und Malerschulen im 19 Jahrhundert 8211 Zwischen Aufbegehren und Unterordnen

Die Akademien sind ein wesentliches Element der Kunstszene des 19. Jahrhunderts. Die Diskussionen rund um Lehrbetrieb und die Programmatik der Institution sowie die Erfolgsaussichten und ökonomische Perspektive der Künstler sind eng verknüpft mit dem Antagonismus von Freiheitsdrang und Regelungsplänen gepaart...

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Die Akademien sind ein wesentliches Element der Kunstszene des 19. Jahrhunderts. Die Diskussionen rund um Lehrbetrieb und die Programmatik der Institution sowie die Erfolgsaussichten und ökonomische Perspektive der Künstler sind eng verknüpft mit dem Antagonismus von Freiheitsdrang und Regelungsplänen gepaart mit immer wieder aufkommenden Reformimpulsen. Welche Theoriedebatten wurden dort ausgefochten und welche gesellschaftlichen Hintergründe etwa bis 1848 kritisch reflektiert? Wie wurde die Kunst dann -an den Mann gebracht-? Zu den Ansätzen, die die Betrachtung der Kunstwerke gruppieren, gehören der gattungsgeschichtliche (I) ebenso wie der maltechnische (II), der kulturgeschichtliche (III) wie der biographische (IV), der ästhetische (V) wie der kunstkritische (VI), der ökonomische (VII) wie der sammlungsgeschichtliche (VIII) und der rezeptions- (IX) ebenso wie der wissenschaftsgeschichtliche (X). Hierzu werden die Probleme der Historienmalerei wie der Genremalerei, des Porträts wie des Stillebens werden an Fallbeispielen erörtert. Um ein lebendiges Bild dieser Zeit zu gewinnen, kommen die Künstlerkolonien oder die Deutschen Maler in Rom zur Sprache, die Urteile der Literaten wie Goethe, Heine, Fontane oder die bekanntesten der Kritiker wie Pecht, Servaes oder Hevesi sowie die wesentlichen Publikationsorgane, die wichtigen Ausstellungsereignisse und großen Sammler des 19. Jahrhunderts. Die Malerei der Romantik bis hin zum Impressionismus vermag in wenigen Jahrzehnten einen umfassenden Eindruck von den entscheidenden Fragestellungen der Künstler in Bezug auf Farbe, Form, Zeit, Raum und Licht zu geben. Diese Themen werden in den Akademien unter unterschiedlichen Vorzeichen intensiv diskutiert. Überblickend - im Seminarapparat finden Sie weitere Literatur:: Mai, Ekkehard, Die deutschen Kunstakademien im 19. Jahrhundert. Künstlerausbildung zwischen Tradition und Avantgarde, Köln 2010. Aus den zahlreichen thematischen Einzeluntersuchungen - Die Nazarener. Städelsches Kunstinstitut, hrsg. v. K. Gallwitz, bearb. v. H. Dorra, P. Eich, K. Gallwitz u.a. Frankfurt/M 1977. - Luther und die Folgen für die Kunst, Ausst. Hamburger Kunsthalle, hrsg. v. W. Hofmann, München 1983. - -In uns selbst liegt Italien-. Die Kunst der Deutsch-Römer, Haus der Kunst, bearb. C. Heilmann, P. Märker, München 1987. - Germer, Stefan / Zimmermann, Michael F., Bilder der Macht, Macht der Bilder, Zeitgeschichte in Darstellungen des 19. Jahrhunderts, München/Berlin 1997. - Lexikon der Düsseldorfer Malerschule: in drei Bänden; 1819 - 1918, Hg. Kunstmuseum Düsseldorf im Ehrenhof, Galerie Paffrath, Düsseldorf, bearb. v. M. Sitt, B. Baumgärtel, C. Roth u.a., München 1997. Bemerkung Die Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig. Diese ist im Zeitraum vom 26.09.2012, 08:00:00 bis zum einschließlich 17.10.2012, 23:59:00 möglich. Die Platzbestätigung wird nach Ablauf der Anmeldefrist per E-Mail verschickt. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird! Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten. B.A. 1.0: I b1, II b1/c, III b1, VI b, VII a B.A. 2.0: I b/c, II b1/c, III a/b1, V b/c, VI a L 1, L 2, L 3 Voraussetzungen Die regelmäßige Anwesenheit ist aus didaktischen Gründen erforderlich, um den Fortgang der Diskussion nachvollziehen zu können. Kunsthochschule Kassel Die regelmäßige Anwesenheit ist aus didaktischen Gründen erforderlich, um den Fortgang der Diskussion nachvollziehen zu können. Uni Kassel WiSe 2012/13 Prof. Dr. Sitt Martina