Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Bildungsaspirationen und Bildungserfolg
Unterschiede in Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund zeigen sich in nahezu allen Etappen der Bildungskarriere, mit erheblichen Auswirkungen auf die berufliche Zukunft und andere langfristige Lebenschancen der davon betroffenen Personen. Für eine Erklärung dieser Disparitäten wird in...
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Jetzt Lernplan erstellenUnterschiede in Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund zeigen sich in nahezu allen Etappen der Bildungskarriere, mit erheblichen Auswirkungen auf die berufliche Zukunft und andere langfristige Lebenschancen der davon betroffenen Personen.
Für eine Erklärung dieser Disparitäten wird in der Bildungssoziologie häufig auf die nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund variierenden Bildungsentscheidungen an den Übergängen des Bildungssystems verwiesen. Diese resultieren aus der familiären Bewertung von Bildung, die sich in deren Bildungsaspirationen ausdrückt, der schulischen Leistungsentwicklung der Kinder und institutionellen Rahmenbedingungen des Bildungswesens.
Aufgrund der Bedeutung von Bildungsaspirationen für Bildungsentscheidungen und damit auch für eine Erklärung der Unterschiede in Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund liegen die Ziele des Seminars erstens, in einer Bestimmung derjenigen Faktoren, welche ein unterschiedliche Ausprägung und Entwicklung der Bildungsaspirationen nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund bedingen. Zweitens, wird untersucht in welchem Zusammenhang diese Faktoren mit der schulischen Leistungsentwicklung, den institutionellen Kontextfaktoren und der Realisierung von Bildungsentscheidungen an Bildungsübergängen stehen.
Um diese Ziele zu erreichen liegt zu Beginn des Seminars der Fokus auf einem allgemeinen Verständnis der Aspirationskonzepte und der Erklärungen für die Determinanten und Konsequenzen von Bildungsaspirationen. Mit diesem Grundlagenwissen werden dann deskriptiv Ungleichheiten nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund im Bildungssystem näher untersucht. Im Anschluss daran werden gezielt theoretische Erklärungsansätze, wie das Wisconsin-Modell und die Rational Choice Theorie, für die nach sozialer Herkunft und Migrationshintergrund variierenden Bildungsaspirationen erarbeitet und deren empirische Überprüfung anhand des aktuellen Forschungsstandes nachvollzogen.
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Bachelorstudiengang Soziologie (im Hauptfach): Erfolgreich abgeschlossene Module: Basis I-IV, Aufbau und Empiriepraktikum.
Interesse an quantitativer empirischer Sozialforschung und der Interpretation quantitativer Analyseergebnisse.
Fähigkeit zum Lesen englischer Texte.
Bachelorstudiengang Soziologie (im Hauptfach):
Vertiefungsmodul -Soziale Praktiken und kollektive Prozesse- (Pflichtmodul)
Lehramt
• L3-L4
Modul -Fachwissenschaftliche Vertiefung- (Pflichtmodul)
Uni Kassel
SoSe 2014
Soziologie HF
Dipl.Pol.
Zimmermann Thomas Dipl.Pol