Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Die Kunst den Krieg darzustellen Schlachten und Kriegsgemälde in der Kunst des 18 und 19 Jahrhunderts Dr Silke Förschler Graduiertenkolleg Dynamiken von Raum u Geschlecht
Das Seminar beleuchtet künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Krieg. Seit den Napoleonischen Kriegen entstehen in ganz verschiedenen politischen und historischen Kontexten Ikonografien und Ästhetiken, die Gewalt und Krieg mit unterschiedlichen Zielen auf die Leinwand bringen. Kriegsdarstellungen des 18. und 19....
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Jetzt Lernplan erstellenDas Seminar beleuchtet künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Thema Krieg. Seit den Napoleonischen Kriegen entstehen in ganz verschiedenen politischen und historischen Kontexten Ikonografien und Ästhetiken, die Gewalt und Krieg mit unterschiedlichen Zielen auf die Leinwand bringen. Kriegsdarstellungen des 18. und 19. Jahrhunderts geben Aufschluss darüber, wie Gewalt in Kampfszenen, der Tod eines Helden oder das Leid der Zivilbevölkerung legitimiert werden. Außerdem können in den Kriegsgemälden die Art der Kriegsführung, militärische Innovationen sowie kritische Haltungen gegenüber Krieg abgelesen werden. Wesentlich für das Beschreiben der Bildbotschaft ist immer auch der Einsatz medialer Mittel der Malerei, wie Farbe, Perspektive und Malweise sowie der künstlerisch individuell verwendeten Ästhetiken.
Vor diesem Hintergrund geht das Seminar der Frage nach, was mit dem spezifischen Medium der Malerei zum Thema Krieg vermittelt werden soll und vermittelt wird. Ebenfalls von Interesse sind der historisch-spezifische Anspruch der Gemälde sowie die mit ihnen erzielte Wirkung. Als leitend für die Interpretation der Kriegsgemälde ist außerdem der jeweilige künstlerische Umgang mit dokumentarischen, fiktionalen und inszenatorischen Bildelementen und Anforderungen. Anhand der unterschiedlichen Umgangsweisen können moralische Konventionen und ethische Implikationen aufgezeigt werden.
Untersuchungsfelder in den Seminarsitzungen sind dekorative Schlachtengemälde vom beginnenden 18. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert (Jacques Courtois, Théodore Géricault) die Inszenierung eines Kriegshelden im Bild (Benjamin West, Antoine Jean Gros) sowie Darstellungen der Schrecken des Krieges (Francisco de Goya).
Annegret Jürgens-Kirchhoff/Agnes Matthias (Hg.): Warshots. Krieg, Kunst und Medien, Weimar 2006
Gerhard Paul: Bilder des Krieges. Krieg der Bilder. Die Visualisierung des modernen Krieges, Paderborn/München 2004
Bemerkung
Die Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig. Diese ist im Zeitraum vom 20.03.2013, 08:00:00 bis zum einschließlich 10.04.2013, 23:59:00 möglich. Die Platzbestätigung wird nach Ablauf der Anmeldefrist per E-Mail verschickt. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird! Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten.
B.A. 1.0: I b1, II b1/c, III b1
B.A. 2.0: I b/c, II b1/c, III a/b1
L1, L2, L3
Kunsthochschule Kassel
Uni Kassel
SoSe 2013
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