Uni-München
14. März 2017Seminar Die Rezeption und Interpretation von J.S Bach und Bruckner in Musikgeschichtliche Analysen und Aspekte
Die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte von Musikwerken ist immer auch -Entfaltungsgeschichte- (Carl Dahlhaus) ihres semantischen Gehalts. Dies gilt besonders für die ältere Musik, die nach einem Kontinuitätsbruch im Historismus wiederentdeckt wird (wie die von J. S. Bach), aber auch für spätere,...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte von Musikwerken ist immer auch -Entfaltungsgeschichte- (Carl Dahlhaus) ihres semantischen Gehalts. Dies gilt besonders für die ältere Musik, die nach einem Kontinuitätsbruch im Historismus wiederentdeckt wird (wie die von J. S. Bach), aber auch für spätere, die von den Zeitgenossen kritisch rezipiert worden war (wie z. B. Bruckner). Das Seminar will Details dieser -Entfaltungsgeschichte- an ausgewählten Beispielen der Rezeption in München und im süddeutschen Raum nachgehen und dabei über die Analyse einzelner Werke und ihrer Realisation in der Interpretation auch die Quellen unserer Kenntnisse darüber (wie etwa die zeitgenössische Musikkritik, Editionen oder Tondokumente) behandeln.
Beginn: 16. 10. 14, 14.00 Uhr (s.t. !!)
Referate-Plan
6. 11. 14 Die Erstaufführung der Matthäus-Passion in München 1842 Herr Feist
13. 11. 14 Die Aufführung v. Vokalwerken Bachs durch Felix Mottl Herr Seidl
20. 11. 14 Erstes Münchner Bach-Fest 1925 Herr Thalhammer
27. 11. 14 Das Streichinstrumentarium bei J. S. Bach Frau Werner
4. 12. 14 Aspekte der Musikkritik von Werken Bachs Frau Hahn
11. 12. 14 Aspekte politisierter Bruckner-Rezeption Herr Braunreuther
18. 12. 14 Aktuelle Aufführungspraxis u. - theorien von Werken Bachs Herr Slavik
8. 1. 15 Die Fassungen der Sinfonien Bruckners Frau Rami
15. 1. 15 Die Rezeption Bruckners im zeitgenössischen Wien u. München Herr Migge
22. 1. 15 Die Interpretation v. Bruckner durch Sergiu Celibidache Herr Tobiasch
29. 1. 15 Aspekte persönlicher Erfahrungen mit Celibidache Frau Hohl
W. Wiora (Hsg.), Die Ausbreitung des Historismus über die Musik, Regensburg 1969 (= Studien z. Musikgesch. d. 19. Jh., Bd. 14); M. Geck, Die Wiederentdeckung der Matthäuspassion im 19. Jahrhundert, Regensburg 1967 (= Studien z. Musikgesch. d. 19. Jh., Bd. 9); A. Holschneider, Bach-Rezeption und Bach-Interpretation im 20. Jahrhundert, in: Musica 30 (1976), Heft 1, S. 9-19; A. Dürr, Das Bachbild im 20. Jahrhundert, in: Programmheft 51. Bachfest der NBG, Berlin 1976, S. 18-36; P. Gülke, Brahms. Bruckner. Zwei Studien, Kassel u. Basel 1989; G. Quast-Benesch, Anton Bruckner in München, Tutzing 2006; R. Ulm (Hsg.), Die Sinfonien Anton Bruckners, Entstehung, Deutung, Wirkung, München 1998; H-K. Metzger u. R. Riehn (Hsg.), Bruckners Neunte im Fegefeuer der Rezeption, in: Musik-Konzepte Hefte 120-122, München 2003; Die Münchner Philharmoniker, hsg. v. R. Schmoll gen. Eisenwert, München 1985; 100 Jahre Münchner Philharmoniker, hsg. v. G. Meyer, München 1994; H. Becker (Hsg.), Beiträge zur Geschichte der Musikkritik, Regensburg 1965 (= Studien z. Mg. d. 19. Jh., Bd. 5).
Leistungsnachweis
Bachelor Musikwissenschaft (Hauptfach): [Referat und] Hausarbeit (ca. 21.000 Zeichen); Bewertung: benotet.
Master Musikwissenschaft (Hauptfach und Profilbereich): Referat und Hausarbeit (ca. 25.000-30.000 Zeichen); Bewertung: benotet.
Bachelor Musikwissenschaft (Hauptfach): [Referat und] Hausarbeit (ca. 21.000 Zeichen); Bewertung: benotet.
Master Musikwissenschaft (Hauptfach und Profilbereich): Referat und Hausarbeit (ca. 25.000-30.000 Zeichen); Bewertung: benotet.
LMU München
WiSe 1415
Department Kunstwissenschaften