Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Einführung in die christliche Ikonographie
Bilder besitzen eine eigene Sprache. Vielfach können sie gelesen werden, wenn man die Zeichen und Symbole zu deuten weiß, die in einem Bild scheinbar beiläufig, aber bedeutungsvoll arrangiert wurden. Die Ikonographie widmet sich als Teilgebiet der Kunstwissenschaft der Lehre von...
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Jetzt Lernplan erstellenBilder besitzen eine eigene Sprache. Vielfach können sie gelesen werden, wenn man die Zeichen und Symbole zu deuten weiß, die in einem Bild scheinbar beiläufig, aber bedeutungsvoll arrangiert wurden. Die Ikonographie widmet sich als Teilgebiet der Kunstwissenschaft der Lehre von den Bildinhalten. Sie verschreibt sich der Entschlüsselung von teilweise komplexen Bildprogrammen, die sich häufig erst dem geschulten Blick erschließen. Dem Verständnis von Themen und Motiven, der Kenntnis von Allegorien, Zeichen und Symbolen kommen dabei eine wesentliche Aufgabe zu. Im europäischen Kulturkreis unterscheiden wir nicht von ungefähr zwei prägende Ikonographien: die christliche und die profane. Im Sommersemester widmen wir uns zunächst der christlichen Ikonographie, die ihre Bildformeln aus Altem und Neuem Testament sowie Heiligenlegenden speist. Neben der Bibel ist es die Legenda aurea des Jacobus de Voragine, die seit dem frühen Mittelalter eine wichtige Quelle für Maler und Bildhauer bildet. Als Subtext der europäischen Kunstgeschichte lassen sich die Bildformeln der christlichen Ikonographie selbst in der Gegenwart ausmachen, wobei die vormals religiös normierte und kanonisierte Bildsprache wie archetypisch in der Subjektivität des Künstlers aufgegangen ist. Im Rahmen des Seminars wollen wir anhand von zentralen Bildwerken zwischen Frühmittelalter und Moderne die wichtigsten Themen, Motive, Symbole und Attribute der christlichen Ikonographie vergegenwärtigen und die zugrundeliegenden Textquellen kennenlernen. Referateseminar. Referatsthemen werden in der ersten Sitzung verteilt.
Kunsthochschule Kassel
Uni Kassel
SS 2008
Kunstwissenschaft
Dr.
Seegers Ulli