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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Eltern und Schule Bildungssoziologische Perspektiven zur Elternschaft

Kinder und Jugendliche gehen im schulpflichtigen Alter in der Regel zur Schule, und auch deren Eltern (oder andere Erziehungsberechtigte) müssen sich deswegen zur Schule verhalten – so wie umgekehrt besonders auch das Lehrpersonal zwangsläufig mit einer Elternschaft konfrontiert ist. Lehrer/innen...

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Kinder und Jugendliche gehen im schulpflichtigen Alter in der Regel zur Schule, und auch deren Eltern (oder andere Erziehungsberechtigte) müssen sich deswegen zur Schule verhalten – so wie umgekehrt besonders auch das Lehrpersonal zwangsläufig mit einer Elternschaft konfrontiert ist. Lehrer/innen haben zum einen wiederkehrend in Interaktionen mit Eltern zu tun, wie etwa bei Elternsprechstunden oder im Schriftverkehr; zum anderen sind Eltern auch darüber hinaus in vielerlei Hinsicht in den gewöhnlichen Schulalltag ihrer Kinder involviert und nicht zuletzt auch an deren Schulerfolg beteiligt. Aus bildungssoziologischer Sicht wurde bereits in den 1960er-Jahren intensiv diskutiert, dass sich familiale Alltagswelten unterscheiden und diese zu den Anforderungen des Schulalltags unterschiedlich positioniert sind. So wird etwa das Zusammenleben -zuhause- mit unterschiedlichen Kommunikationsstilen, Verhaltensmustern und Selbstverständlichkeiten gelebt, und Kinder erfahren nicht zuletzt dadurch unterschiedliche Bildungsangebote und Unterstützungsweisen. Schulkinder wie ihre Eltern treten der Institution Schule bzw. ihren Repräsentanten auch unterschiedlich entgegen. Solche Unterschiede werden besonders seit den Schulleistungsvergleichen um die Jahrtausendwende wieder verstärkt als ein wichtiger Faktor ungleicher Bildungsbedingungen in Kindheit und Jugend in den Blick genommen, wobei neben dem alltäglichen Familienleben und einer Involvierung der Eltern in den Schulalltag auch Entscheidungen an wichtigen Übergängen des Bildungssystems im Fokus stehen. Das Seminar wird auf der Basis von Lektüren und Diskussionen einen vertiefenden Einblick zum Verhältnis von Schule und Elternschaft bieten. Dabei soll zusammen mit dem Wandel dieses Verhältnisses und der Schullandschaft auch kritisch reflektiert werden, inwiefern eine Tendenz zu mehr Elternbeteiligung in der Schule nicht uneingeschränkt alles zum Besseren wendet, sondern auch neue Problematiken einschließlich Ungleichheiten hervorbringen kann. Bildungswissenschaften Universität Duisburg-Essen WiSe 2014/15 BiWi BA, Bildungswissenschaften im Bachelor of Arts / Bachelor of Science Dr. Schinkel Sebastian