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Uni-München
14. März 2017

Seminar Europa im Ersten Weltkrieg Erwartungen und Erfahrungen an Front und Heimatfront

Der Erste Weltkrieg gilt als die -Urkatastrophe- des 20. Jahrhunderts. Der Konflikt hatte entscheidenden Einfluss auf die politische, soziale und kulturelle Entwicklung Europas; er prägte die Welt, in der wir heute leben. Das aktuell intensivierte Interesse am -Großen Krieg-, dessen...

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Der Erste Weltkrieg gilt als die -Urkatastrophe- des 20. Jahrhunderts. Der Konflikt hatte entscheidenden Einfluss auf die politische, soziale und kulturelle Entwicklung Europas; er prägte die Welt, in der wir heute leben. Das aktuell intensivierte Interesse am -Großen Krieg-, dessen Beginn nunmehr hundert Jahre zurückliegt, hat zu einer verstärkten Diskussion auch bisher vernachlässigter Aspekte seiner Geschichte beigetragen. Dies gilt im Besonderen für die Untersuchung der engen Verschränkungen zwischen Front und Heimatfront als Voraussetzung moderner Kriegsführung und der Militarisierung der gesamten Gesellschaft. Neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse über Ursachen, Verlauf und Auswirkungen des Ersten Weltkriegs soll der Basiskurs die vielschichtigen Beziehungen zwischen Front und Heimatfront deutlich machen, indem er die unterschiedlichen Erwartungen und Erfahrungen von Männern, Frauen und Kindern in europäisch vergleichender Perspektive herausarbeitet. Thematisiert werden Kriegsalltage und Gewalterfahrungen von Soldaten und Offizieren ebenso wie von Rotkreuzhelferinnen und in der -Kriegsfürsorge- engagierten Frauen. Miteinbezogen werden dabei auch jüdische Akteure und Akteurinnen, deren individuelle Kriegserwartungen und – erfahrungen erst neuerdings in den Fokus der einschlägigen Forschung geraten sind. Der geographische Schwerpunkt des Basiskurses liegt auf Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien, Frankreich und Großbritannien, während die Ostfront vor allem im Zusammenhang mit den Erfahrungsräumen deutscher und österreichischer Soldaten behandelt werden soll. Das Seminar dient gleichzeitig als Einführung in die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und wird anhand der Lektüre von Selbstzeugnissen wie Feldpostbriefen, Tagebüchern und Memoiren auch einen ersten Einblick in den Umgang mit Quellenmaterial geben. Prüfungsformen im BA und mod. LA: KL+RE+HA Birgitta Bader-Zaar u.a. (Hrsg.), Gender and the First World War, Basingstoke 2014. Oliver Janz, 14. Der Große Krieg, Frankfurt/M. 2013. Jörn Leonhard, Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs, München 2014. Bernd Ulrich/ Benjamin Ziemann (Hrsg.), Frontalltag im Ersten Weltkrieg. Ein historisches Lesebuch, Essen 2008. Nils Freytag und Wolfgang Piereth: Kursbuch Geschichte. Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten. 5., aktual. Auflage, Paderborn u.a. 2011. Historisches Seminar LMU München SoSe 2015 Fakultät für Geschichts und Kunstwissenschaften