Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Expedition ins Paläolithikum Die Ursprünge von Architektur und Mythos in den Steinzeithöhlen von Südfrankreich
Dieses Projekt richtet sich an Studierende der Fachrichtungen A,S und L. Auf dieser Fahrt während der Kompaktwoche nach Paris und Südfrankreich, mehr Expedition als Exkursion, soll den Ursprüngen der menschlichen Auseinandersetzung mit dem Raum nachgespürt werden. Was hat Homo Sapiens...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenDieses Projekt richtet sich an Studierende der Fachrichtungen A,S und L.
Auf dieser Fahrt während der Kompaktwoche nach Paris und Südfrankreich, mehr Expedition als Exkursion, soll den Ursprüngen der menschlichen Auseinandersetzung mit dem Raum nachgespürt werden. Was hat Homo Sapiens in der Steinzeit dazu bewegt, tiefe, dunkle Höhlen aufzusuchen um dort rätselhafte Kunstwerke zu erschaffen? Handelt es sich um Kultstätten? Kann man vielleicht sogar schon von Architektur sprechen? Stehen Rituale am Anfang der gebauten Umwelt?
Diese magischen Stellen finden sich ausnahmslos fern von den natürlichen Eingängen der Grotten, tief in den finsteren, irrenden, kalten Gängen und gewaltigen Kammern, so dass man, bevor man sie erreicht, sich dem Geheimnis der Höhle selbst in seiner vollen Wucht aussetzen muss. Einige der Labyrinthe sind fast einen Kilometer tief; in allen gibt es reichlich Irrwege und Sackgassen und gefährliche, jähe Stürze. Ihre absolute, kosmische Finsternis, ihre Stille, ihre unermessenen inneren Ausdehnungen und ihre zeitlose Ferne von allen Sorgen und Bedürfnissen des normalen menschlichen Wachbewusstseins sind noch heute zu spüren wenn der Führer das Licht ausmacht. Urplötzlich sind die Sinne ausgelöscht; die Jahrtausende fallen von einem ab; und das Denken verstumt im Innewerden des unauslotbaren Geheimnisses, das sich nicht um Deutungen schert und das immer bekannt (und gefürchtet) war, wenn auch niemals derart eindringlich erlebt. Und dann, plötzlich, eine Überraschung, ein visueller Schock, eine unvergessliche Prägung. (Joseph Campbell)
In der Vorbereitungszeit sollen Fachwissen erarbeitet und Hypothesen aufgestellt werden, die dann anschließend an Museumsobjekten und an Originalschauplätzen überprüft werden. Die Teilnehmer führen ein Expeditionstagebuch, zusammen wird dann im Anschluss an die Fahrt eine Dokumentation mit den Erkenntnissen erarbeitet.
Das Programm sieht den Besuch von Museen in Paris und Saint-Germain-en-Laye sowie die Besichtigung verschiedener (nachgebauter aber auch original erhaltener) Höhlen (Chauvet, Font de Gaume, Niaux, Pech-Merle, Rouffignac, Lascaux)
Es wird drei Vorbereitungstermine geben, der erste findet am 19.10. um 12:00h in Raum 1115 statt.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
WiSe 2015/16
Architektur
Dipl.-Ing.
Götz Matthieu