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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar EXPOSED Das Selbstporträt medial gestalten

Das Seminar EXPOSED: Das Selbstporträt medial gestalten beschäftig sich mit der Frage der Selbstdarstellung mit bewegten Bildern. Die Frage der Identität wird sowohl auf individueller als auf kollektiver Ebene betrachtet, und verschiedene Identitätskonstruktionen werden durch zahlreiche künstlerische Strategien offenbart und...

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Das Seminar EXPOSED: Das Selbstporträt medial gestalten beschäftig sich mit der Frage der Selbstdarstellung mit bewegten Bildern. Die Frage der Identität wird sowohl auf individueller als auf kollektiver Ebene betrachtet, und verschiedene Identitätskonstruktionen werden durch zahlreiche künstlerische Strategien offenbart und reflektiert. Welcher Aspekt der als Subjekt und Objekt der Handlung gleichzeitig agierenden Künstler/innen wird gezeigt, betont, suggeriert oder verborgen? Welche konkreten visuellen und auditiven Elemente werden für die Selbstpräsentation gewählt? Eine Mise-en-scène wird notwendig und eine Konstruktion des Selbstbildes erforderlich, denn im Selbstporträt fusionieren Modell und Künstler/in, die porträtierte und porträtierende Person werden eins. Das Gesicht wird in all seinen möglichen Facetten -durchkonjugiert-. Ob lächelnd (Effie Wu), leidend (Marina Abramovic), weinend (Jan Bas Ader), singend (Vito Acconci, Steina Vasulka), verzerrt (Józef Robakowski), von Pfeilen durchdrungen (Ulrike Rosenbach) oder als Kennzeichen einer Widerstandsposition (Sanja Ivekovic, Urs Lüthi), das Gesicht wird - als wesentliches Zeichen des Ichs - neu interpretiert und ihm werden neue Bedeutungen zugewiesen. Auch der Körper des/r Künstlers/in wird ein Körper, der in und mit dem Raum, in dem er sich befindet, handelt. Der Raum wird zur Erweiterung des Selbst (Maya Deren, Peter Campus), liefert den Hintergrund für ironische und humorvolle Kommentare über gesellschaftliche Einschränkungen und ökonomische Bedingungen (Ghazel, Maria Vedder), wird zu einem idealisierten mystischen Ort, zur magischen Bühne des dédoublement (Niklas Goldbach, Björn Melhus, Georges Méliès, Cindy Sherman) oder zur zeichnerischen und malerischen Oberfläche (John Baldessari, Rebecca Horn). In einer Verkehrung wird der Körper zu Raum, zu einer körperlichen Landschaft (Nan Hoover) oder zum Bestandteil einer Naturlandschaft, wenn der Körper des/r Künstlers/in mit der Umgebung verschmilzt (Ana Mendieta, Bill Viola). Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit medialer Selbstdarstellung und Selbstinszenierung. Die Teilnehmer_innen müssen im Laufe des Semesters eigene Selbstporträts mit audiovisuellen Medien gestalten/produzieren. Im ersten Seminarblock wird anhand verschiedener fotographischer, filmischer und videografischer Arbeiten die Überlegung über den Einsatz des eigenen Körpers als Inskriptionsfläche für ästhetischen und sozialen Widerstand oder für narzisstische und ontologische Vorgehensweisen angeregt. Im zweiten Block werden die Studentenideen und Projekte in der Gruppe präsentiert und besprochen. Institut für Medien- und Kulturwissenschaft Fairplay bei den Praxisseminaren: Eine Anmeldung für die Praxisseminare ist wegen der begrenzten Anzahl an freien Plätzen verbindlich! Wer sich anmeldet, aber nicht zum Seminar erscheint, hat anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen die Möglichkeit genommen, das Seminar zu belegen! Universität Düsseldorf WiSe 2015/16 Morata Maria