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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Familie und Beruf

In modernen Gesellschaften verwischt zunehmend die Grenze zwischen Arbeits- und Privatleben. Ermöglicht wird dies unter anderem durch flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zu Hause zu arbeiten. Zugleich ist eine hohe Erwerbstätigkeit von Frauen zu verzeichnen, was die traditionelle Aufteilung von...

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In modernen Gesellschaften verwischt zunehmend die Grenze zwischen Arbeits- und Privatleben. Ermöglicht wird dies unter anderem durch flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit zu Hause zu arbeiten. Zugleich ist eine hohe Erwerbstätigkeit von Frauen zu verzeichnen, was die traditionelle Aufteilung von Haus- und Erwerbsarbeit entlang der Geschlechtergrenzen unwahrscheinlicher werden lässt. Dennoch zeigt sich empirisch, dass Männer und Frauen ihre Haus- und Erwerbsarbeit nach wie vor nicht egalitär aufteilen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen stellt sich die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, welcher im Seminar nachgegangen wird. Beispielsweise werden im Seminar Theorien und Erklärungsansätze zu Work-to-Family Konflikten betrachtet. Dies sind Konflikte, die ihren Ursprung im Berufsleben haben (z.B. wenn die Beziehung mit dem Vorgesetzen belastet ist) und sich negativ auf das Familienleben auswirken (was sich z.B. in quantitativen Untersuchungen darin zeigt, dass sich ein Befragter -ständig zu müde fühlt, um die Zeit mit seiner Familie zu genießen-). Weitere Fragen, denen im Seminar nachgegangen wird: • Wie wirkt sich die mütterliche Erwerbstätigkeit auf Kinder und Jugendliche aus? • Wie wirken sich von der -Normalarbeitszeit- abweichende Beschäftigungsverhältnisse auf das Familienleben bzw. die Familienmitglieder aus? • Welche Faktoren führen zu Work-Family Konflikten? Reduzieren oder erhöhen flexible Arbeitszeiten diese? • Welche Folgen haben Work-Family Konflikte? • Welche gesundheitlichen Folgen können aus Spannungen in der Schnittstelle Beruf und Familie hervorgehen? Gibt es einen Zusammenhang von Schichtarbeit und Depression bei Zwei-Verdiener-Paaren? Führen mit den Schulzeiten von Kindern unvereinbare Arbeitszeiten der Eltern zu stressinduzierten gesundheitlichen Beschwerden? • Welche Arbeitszeitpräferenzen haben Männer und Frauen in Familien? Welche Faktoren führen dazu, dass sie mehr oder weniger arbeiten möchten. Können Sie diese Präferenzen auch realisieren? Literatur Bellavia, Gina M., und Michael R. Frone, 2005: Work-Family Conflict. S. 113-149 in: Barling, Julian,E. Kevin Kelloway und Michael R. Frone (Hg.), Handbook of Work Stress. Thousand Oaks: SAGE Publications. Bianchi, Suzanne M., und Melissa A. Milkie, 2010: Work and Family Research in the First Decade of the 21st Century. Journal of Marriage and Family 72: S. 705-725. Hochschild, Arlie R., 2006: Keine Zeit. Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Peuckert, Rüdiger, 2012: Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. S. 451-474 in: Ders., Familienformen im sozialen Wandel. 8. Auflage. Wiesbaden: Springer VS. Reynolds, Jeremy, 2005: In the Face of Conflict: Work-Life Conflict and Desired Work Hour Adjustments. Journal of Marriage and Family 67: S. 1313-1331. Bellavia, Gina M., und Michael R. Frone, 2005: Work-Family Conflict. S. 113-149 in: Barling, Julian,E. Kevin Kelloway und Michael R. Frone (Hg.), Handbook of Work Stress. Thousand Oaks: SAGE Publications. Bianchi, Suzanne M., und Melissa A. Milkie, 2010: Work and Family Research in the First Decade of the 21st Century. Journal of Marriage and Family 72: S. 705-725. Hochschild, Arlie R., 2006: Keine Zeit. Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Peuckert, Rüdiger, 2012: Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. S. 451-474 in: Ders., Familienformen im sozialen Wandel. 8. Auflage. Wiesbaden: Springer VS. Reynolds, Jeremy, 2005: In the Face of Conflict: Work-Life Conflict and Desired Work Hour Adjustments. Journal of Marriage and Family 67: S. 1313-1331. Sozialwissenschaften Regelmäßige Teilnahme, Referate, Take-Home-Exams (Take-Home-Exams finden während des Semesters statt, d.h. es gibt keine Hausarbeit am Ende des Semesters) Englischer Seminartitel (für die englische Version des Transcript of Records) Work and Family Universität Duisburg-Essen SoSe 2015 Soz B.A., Soziologie (Bachelor of Arts) Knüll Markus