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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Francis Hutcheson

Der irländische Philosoph, Francis Hutcheson (1694-1746), hat sich in seinen wesentlichen Schriften mit den Philosophen der Antike und seinen Zeitgenossen auseinandergesetzt. In erster Linie interessieren Hutcheson das Verstandesvermögen und die Methoden der Wahrheitsfindung. Für Hutcheson ist

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Der irländische Philosoph, Francis Hutcheson (1694-1746), hat sich in seinen wesentlichen Schriften mit den Philosophen der Antike und seinen Zeitgenossen auseinandergesetzt. In erster Linie interessieren Hutcheson das Verstandesvermögen und die Methoden der Wahrheitsfindung. Für Hutcheson ist 'Kein Teil der Philosophie von höherem Nutzen als die genaue Erkenntnis der menschlichen Natur und ihrer verschiedenen Kräfte und Dispositionen.“ Hutcheson übernahm einige Gedanken Schafterbury's, wie denjenigen von der harmonischen Entfaltung der Ordnung, und dessen Auffassung über die Sittlichkeit und Tugend. Obwohl diese Begriffen auch im Mittelpunkt seiner Philosophie stehen, hat er diese doch durch ein eigenständiges Denken erweitert. Im Seminar werden wir dies anhand von Hutchensons Schrift: 'Eine Untersuchung über den Ursprung unserer Ideen von Schönheit und Tugend. Über moralisch Gutes und Schlechtes' deutlich machen. In Hutchesons Werk bilden Natur, Tugend und Liebe, die zentralen Themenkreise und er reflektiert darüberhinaus den Zusammenhang von Philosophie, Politik und Religion. Er befasst sich mit den praktischen Folgen seiner Prinzipien in der Ethik, der Politik, der Ökonomie, der Theologie und der Theorie des Rechtes. Er formulierte die Maxime: „That Action is best, wich procures the greatest Happiness for the greatest numbers; and that, worst, which, in like manner, occasions Misery.“ Diese Maxime hat später Jeremy Bentham benutzt und bekannt gemacht. Die zentralen Fragen, die im Seminar gemeinsam herausgearbeitet werden, lauten: Was ist die Quelle unserer moralischen Vorstellungen, Begriffe oder Prinzipien?, Was nennen wir die Wirklichkeit der Tugend?, Ist die Tugend das sicherste Glück des Handelnden?, Hängen unsere Wahrnehmungen von Lust und Schmerzen ab?, Ist die Selbstliebe der Grund der Billigung?, Ist die Liebe die Grundlage der moralischen Vortrefflichkeit? Literatur Francis Hutcheson: Eine Untersuchung über den Ursprung unserer Ideen von Schönheit und Tugend. Über moralisch Gutes und Schlechtes. Übers. v. W. Leidhold, Hamburg 1986. Thomas Fowler: Shaftesbury and Hutcheson, Hildesheim 1998 Francis Hutcheson: Erläuterung zum moralischen Sinn, Joachim Buhl (Hrsg.), Stuttgart 1984. Auswahl aus Francis Hutcheson Collected Works A System of moral philosophy FB 02 Institut für Philosophie Uni Kassel WiSe 2014/15 Lehrveranstaltungspool FB 02 Dr. Montes de Sommer Marlene