Uni-Essen
14. März 2017Seminar Französische Fachdidaktik Bachelor Seminar Heterogenität Differenzierung und Inklusion im Französischunterricht
Das Bewusstsein, dass auch im Fremdsprachenunterricht die heterogene Zusammensetzung von Schülergruppen das Eingehen auf verschiedene Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse im Sinne von Differenzierung, ggf. sogar Individualisierung einfordert, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Daneben ist Inklusion als besondere Form von...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenDas Bewusstsein, dass auch im Fremdsprachenunterricht die heterogene Zusammensetzung von Schülergruppen das Eingehen auf verschiedene Lernvoraussetzungen und Bedürfnisse im Sinne von Differenzierung, ggf. sogar Individualisierung einfordert, hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Daneben ist Inklusion als besondere Form von Differenzierung und Individualisierung eine der großen Aufgaben des Schulwesens in diesen Jahren, und somit auch des Fremdsprachenunterrichts. So hat NRW im Oktober 2013 mit verbindlicher Wirkung ab dem Schuljahr 2014/2015 ein Inklusionsgesetz verabschiedet, das behinderten Kindern zunächst der Jahrgangsstufen 1 bis 5 das Recht auf gemeinsamen Unterricht mit nicht behinderten zuspricht. Dennoch fehlt es sowohl in der unterrichtlichen Praxis als auch aus der Perspektive der Forschung an verlässlichen Anhaltspunkten zu den Fragestellungen, wann welche differenzierenden oder gar inkludierenden Maßnahmen indiziert sind.
Vor diesem Hintergrund will das Seminar u.a. folgende Fragestellungen untersuchen:
• Theorie von Heterogenität und Differenzierung im (Fremdsprachen-) Unterricht
• Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und Muttersprachler im Unterricht der romanischen Sprachen
• Der Faktor Alter in mehrsprachigen Lernbiographien
• Mehrsprachigkeitsdidaktik
• Lernemotionen im Fremdsprachenunterricht
• Fremdsprachenlerneignung
• Diagnostik mit C-Tests
• Lernschwache Kinder und Jugendliche im Fremdsprachenunterricht
• Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen als Instrument der (Sprach-) Begabtenförderung
• Jungenförderung im Fremdsprachenunterricht
• Inklusion im Unterricht der romanischen Sprachen
• Legasthenie im Unterricht der romanischen Sprachen.
Zur Einführung empfohlen:
Eisenmann, Maria/Grimm, Thomas (Hrsg.) (2011): Heterogene Klassen – Differenzierung in Schule und Unterricht. Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.
Weiterhin:
Brüser, Babett/Wojatzke, Julia (2013): -Das Türkische als -Brücke- zum Wortschatzerwerb im Französischen. Eine empirische Studie mit Berliner Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10-, in: Fremdsprachen Lehren und Lernen 42, 1, 121-130.
Grieser-Kindel, Christin/ Henseler, Roswitha/ Möller, Stefan (2013): Le guide des méthodes. 33 Methoden für einen kooperativen und individualisierenden Französischunterricht in den Klassen 5-12. Paderborn: Schöningh.
Hu, Adelheid (2011): -Migrationsbedingte Mehrsprachigkeit und schulischer Fremdsprachenunterricht: Forschung, Sprachenpolitik, Lehrerbildung”, in: Faulstich-Wieland, Hannelore (Hrsg.) (2011): Umgang mit Heterogenität und Differenz. Baltmannsweiler: Schneider-Hohengehren, 121-140.
Reimann, Daniel (2013): -Lernerautonomie, Individualisierung und Wörterbuchdidaktik: Den Umgang mit zweisprachigen Wörterbüchern erlernen”, in: Italienisch 69, 2013, 104-124.
Reimann, Daniel (2014): Legasthenie im Französischunterricht. Symptomatik, Maßnahmen, Perspektiven. In: Praxis Fremdsprachenunterricht 2, 2014, 8-12.
Romanistik
Universität Duisburg-Essen
SoSe 2014
LA Ba GyGe, Bachelor-Studiengang mit Lehramtsoption Gymnasium/Gesamtschule
Professor
Reimann Daniel