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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Frühniederländische Malerei

Mit der frühniederländischen Malerei des 15. Jahrhunderts widmet sich das Seminar einer spannenden Epoche auf der Schwelle von Mittelalter und Renaissance. Begünstigt durch den wirtschaftlichen Aufschwung der niederländischen Städte und unter dem Einfluss der prunkvollen Hofhaltung der Herzöge von Burgund,...

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Mit der frühniederländischen Malerei des 15. Jahrhunderts widmet sich das Seminar einer spannenden Epoche auf der Schwelle von Mittelalter und Renaissance. Begünstigt durch den wirtschaftlichen Aufschwung der niederländischen Städte und unter dem Einfluss der prunkvollen Hofhaltung der Herzöge von Burgund, entwickelte sich eine beeindruckende Kunstproduktion, die sich durch zahlreiche Neuerungen auszeichnet. In der Tafelmalerei löste vor allem die neuartige Sicht auf die Wirklichkeit und eine innovative Maltechnik, die eine bisher nicht gekannte Tiefenwirkung und Feinheit ermöglichte, die Bewunderung der Zeitgenossen im In- und Ausland aus. Heute sind nur noch wenige Namen wie Jan van Eyck, Petrus Christus, Robert Campin, Hugo van der Goes, Rogier van der Weyden oder Hans Memling bekannt. Den fast ausschließlich auf stilkritischen Zuschreibungen beruhenden Oeuvres dieser Künstler stehen jedoch einer Fülle von Überlieferungen namenloser und einer noch größeren Zahl verlorener Werke gegenüber. In dem Seminar sollen (aufbauend auf den Einführungsseminaren des letzten Semesters) grundlegende Methoden und Arbeitstechniken der Kunstwissenschaft besprochen und erprobt werden. Die frühniederländische Malerei steht seit dem Beginn der modernen Kunstgeschichtsforschung bis heute im Zentrum einer kunsthistorischen Methodendiskussion. So werden uns die vielseitigen Aspekte der Stilkritik und dessen Relativierungen und Ausdifferenzierungen unter kunstsoziologischen und -technologischen Gesichtspunkten, die Ikonologie sowie funktionsgeschichtliche und rezeptionsgeschichtliche Fragen im Seminar beschäftigen. Zudem wird ein Schwerpunkt auf dem Einüben eines unserer wichtigsten Instrumentarien – der ausführlichen Bildbeschreibung – liegen. Otto Pächt, Van Eyck. Die Begründer der altniederländischen Malerei, München 1989; Ders., Altniederländische Malerei von Rogier van der Weyden bis Gerard David, München 1994; Hans Belting/Christiane Kruse, Die Erfindung des Gemäldes. Das erste Jahrhundert der niederländischen Malerei, München 1994; Jochen Sander (Hg.), -Die Entdeckung der Kunst-. Niederländische Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts in Frankfurt, Aus.-Kat. Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie, Frankfurt a. M., Mainz 1995; Birgit Franke/Barbara Welzel (Hg.), Die Kunst der burgundischen Niederlande. Eine Einführung, Berlin, 1997; Erwin Panofsky, Die altniederländische Malerei: ihr Ursprung und Wesen, übers. u. hrsg. v. Jochen Sander, 2 Bde., Köln 2001; Till-Holger Borchert (Hg.), Jan van Eyck und seine Zeit. Flämische Meister und der Süden, 1430-1530, Aus.-Kat. Groeningenmuseum, Brügge, Stuttgart 2002; Stephan Kemperdick/Jochen Sander (Hg.), Der Meister von Flémalle und Rogier van der Weyden; Ausst.-Kat. Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie Frankfurt a. M.; Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Ostfildern 2008. Bemerkung Teilnahmebedingungen: Neben der regelmäßigen Teilnahme, die aus didaktischen Gründen der aufeinander aufbauenden Diskussion des Themas erforderlich ist, wird die Bereitschaft, ein Referat zu übernehmen sowie die Vorbereitung der einzelnen Seminarsitzungen durch Lektüreaufgaben vorausgesetzt. Anmeldung über HisPos Die Seminare des Studiengangs Kunstwissenschaft sind teilnehmerbeschränkt. Daher ist eine Online-Anmeldung über HIS/POS zwingend notwendig. Diese ist im Zeitraum vom 19.03.2012, 08:00:00 bis zum einschließlich 04.04.2012, 23:59:00 möglich. Die Platzbestätigung wird nach Ablauf der Anmeldefrist per E-Mail verschickt. Der Besuch der ersten Sitzung ist obligatorisch, da der Platz ansonsten im Nachrückverfahren vergeben wird! Studierende, welche keine Platzbestätigung erhalten haben, können dennoch zu der ersten Sitzung erscheinen, um evtl. einen Nachrückerplatz zu erhalten. B.A. 1.0: I b, II b/c, III b B.A. 2.0: Kunsthochschule Kassel Uni Kassel SoSe 2012 Cahill Nina