Uni-Düsseldorf
14. März 2017Seminar Glanz und Elend intermedialer Literaturadaptionen Film Bande dessinée Fotoroman
Muss man das Rad immer wieder neu erfinden? Beileibe nicht, und so greifen Filme, Bandes dessinées und Fotoromane immer wieder gerne auf erfolgreiche Werke aus der Literatur zurück, um sie in intermedialen Transpositionen neu aufzubereiten und hierdurch ihr spezifisches Publikum...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenMuss man das Rad immer wieder neu erfinden? Beileibe nicht, und so greifen Filme, Bandes dessinées und Fotoromane immer wieder gerne auf erfolgreiche Werke aus der Literatur zurück, um sie in intermedialen Transpositionen neu aufzubereiten und hierdurch ihr spezifisches Publikum immer wieder neu zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund sollen ausgewählte Texte der französischen Literatur und deren mediale Bearbeitungen untersucht werden, wobei folgende Fragen erörtert werden: Welchen Bedingungen folgt der Medienwechsel vom Hypo- zu Hypertext bzw. die Medienkombination in den Bereichen Thematik, Ästhetik, Narrativik, Struktur? Wie wird mit den Rezeptionsgewohnheiten eines intendierten Publikums umgegangen? Gibt es neben Konsum und Kommerz auch eine Tendenz zur künsterlischen Innovation oder gar zum Experiment? Welche ideologisch oder gesellschaftlich relevanten Aussagen lassen sich aus Literaturbearbeitungen ableiten?
Von Master-Studierenden, die eine AP oder eine aus dem Seminar hervorgehende MA-Arbeit planen, wird erwartet, dass sie mir vor dem Beginn der ersten Veranstaltungswoche Vorschläge unterbreiten, welche literarische Vorlagen und transmediale Umsetzungen sie analysieren möchten (Mail an: leinen@phil.hhu.de). Hintergrund ist das Ziel, in der Veranstaltung möglichst die Interessen und Neigungen der Studierenden zu berücksichtigen. In dieser Vorab-Meldung sind die intermedialen Optionen für die Adaptation eines französischsprachigen literarischen Werks als Film, eines zweiten Werks als BD und im Idealfall eine dritten Werks als Fotoroman zu nennen. Die Vorab-Meldung bildet einen wichtigen Bestandteil für die spätere Erteilung einer AP, neben einer mündlichen Leistung und einer schriftlichen Ausarbeitung (Studienarbeit).
Albersmeier, Franz-Josef, Theater, Film, Literatur in Frankreich. Medienwechsel und Intermedialität. Darmstadt 1992.
Baetens, Jan, Du roman-photo. Mannheim 1992.
Baetens, Jan, Pour le roman-photo. Brüssel 2010.
Freyermuth, Gundolf S., -Thesen zu einer Theorie der Transmedialität-, in: Figurationen 8, 2 (Juli 2007), S. 104-117.
Grishakova, Marina (Hg.) Intermediality and storytelling. Berlin (u.a.) 2010.
Hickethier, Knut, Film- und Fernsehanalyse. Stuttgart (u.a.) 2001.
Korte, Helmut, Einführung in die systematische Filmanalyse. Berlin 2001.
Lüsebrink, Hans-Jürgen (u.a.) (Hgg), Französische KUltur- und Medienwissenschaft. Eine Einführung. Tübingen 2004.
Mahne, Nicole, Transmediale Erzähltheorie. Eine Einführung. Göttingen 2007.
Schmitz-Emans, Monika (Hg.), Comic und Literatur: Konstellationen. Berlin (u.a.) 2012.
Schmitz-Emans, Monika, Literatur-Comics. Adaptationen und Transformationen der Weltliteratur. Berlin (u.a.) 2012.
Schüwer, Martin, Wie Comics erzählen. Trier 2008.
Bemerkung
Zulassungsbedingung zum Seminar : Vorab-Information als Option für eine wissenschaftliche Ausarbeitung. Siehe hierzu den Kommentar zur LV.
Leistungsnachweis
AP nach Studienarbeit (Mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung)
Literaturübersetzen (Master, PO 2008)
AP nach Studienarbeit (Mündliche Präsentation und schriftliche Ausarbeitung)
Universität Düsseldorf
WiSe 2015/16
Univ.-Prof. Dr.
Leinen Frank