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Uni-Dortmund
14. März 2017

Seminar Inklusion und Exklusion im Mittelalter Der Umgang mit Behinderung und Krankheit in der mittelalterlichen Gesellschaft Medienseminar

Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, anhand von zeitgenössischem Quellenmaterial sowohl die Integration als auch die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung in der mittelalterlichen Gesellschaft aufzuzeigen. Der Korpus der zusammengetragenen Bild- und Textquellen thematisiert unterschiedliche Aspekte des alltäglichen...

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Die Veranstaltung verfolgt das Ziel, anhand von zeitgenössischem Quellenmaterial sowohl die Integration als auch die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung in der mittelalterlichen Gesellschaft aufzuzeigen. Der Korpus der zusammengetragenen Bild- und Textquellen thematisiert unterschiedliche Aspekte des alltäglichen Umgangs mit besagter Personengruppe und geht den Fragen nach, • wie beispielsweise die rechtlichen Grundlagen für behinderte Menschen aussahen, • wie geistige und körperliche Gebrechen aus der Sicht der Religionen bewertet wurden, • welchen Status behinderte Menschen innerhalb ihrer Familie einnahmen und wie sie von ihrem engsten sozialen Umfeld wahrgenommen wurden, • inwieweit körperliche und geistige Beeinträchtigung bei Menschen in herrschenden Positionen Auswirkungen auf die Qualität ihrer Tätigkeit hatte, • wie die mittelalterliche Gesellschaft mit der chronischen Infektionskrankheit Lepra (Aussatz) umging. Zu den hier gestellten historischen Fragen wird von den Studierenden unter Anleitung geeignetes Quellen- und Textmaterial recherchiert und dahingehend untersucht, inwieweit es zur Beantwortung der Fragen beitragen kann. Das vorliegende Material wird dann quellenkritisch analysiert, um die Authentizität der Quellen und den Tatsachengehalt der historischen Aussagen zu überprüfen. Daran anschließend interpretieren die Studierenden das Material und bereiten es für den Einsatz im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I didaktisch auf. Ziel der Veranstaltung ist die Erstellung eines methodisch-didaktischen Leitfadens für LehrerInnen. Max. Teilnehmerzahl: 20 Personen Nach den ersten zwei Terminen am 08. und 15.04.2013 wird es drei Kompakttermine geben, und zwar: Samstag, 04.05.13, 9:15 - 15:45 Uhr; Samstag, 08.06.13, 9:15 - 15:45 Uhr; Samstag, 29.06.13, 9:15 - 15:45 Uhr. Der Veranstaltungsort ist jeweils Raum 3.306. Homo debilis. Behinderte - Kranke - Versehrte in der Gesellschaft des Mittelalters, hg. von Cordula Nolte (Studien und Texte zur Geistes- und Sozialgeschichte des Mittelalters 3), Korb 2009. Hans-Jürgen Pandel, Quelleninterpretation. Die schriftliche Quelle im Geschichtsunterricht, 3. Auflage, Schwalbach/Ts 2003. Hans-Jürgen Pandel, Bildinterpretation. Die Bildquelle im Geschichtsunterricht (Methoden historischen Lernens), 2. Auflage Schwalbach/Ts. 2011. G/H/R/Ge Technische Universität Dortmund SoSe 2013 BaMaLa Sozialwissenschaften M.A. Timm Arne M.A