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Uni-Düsseldorf
14. März 2017

Seminar Interdisziplinäre Felder Das Obszöne als politisches Performativ

Mit unserem Einführungsmodul wollen wir mindestens drei Aufgaben lösen: Es soll der Verständigung über die Grundlagen einer kulturwissenschaftlich orientierten Medienwissenschaft dienen. Dabei wollen wir uns anhand von Primärtexten einiger Grundbegriffe versichern, die alle einen Zugang zur Frage der Medialität eröffnen:...

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Mit unserem Einführungsmodul wollen wir mindestens drei Aufgaben lösen: Es soll der Verständigung über die Grundlagen einer kulturwissenschaftlich orientierten Medienwissenschaft dienen. Dabei wollen wir uns anhand von Primärtexten einiger Grundbegriffe versichern, die alle einen Zugang zur Frage der Medialität eröffnen: Ding, Atmosphäre, Ansprache, Chiasmus, Spiel, Affekt, Performativität, Technik, Raum, Zeit u.a. Wir wollen an einem interdispzlinären Feld medienwissenschaftliche Zugänge zu einem aktuellen Thema aufsuchen, diskutieren und erproben. Wir haben für dieses Semester das Thema Obszönität als politisches Performativ gewählt. Es steht in Zusammenhang mit unserem mehrjährigen Schwerpunktthema Troubled Pasts - Übergänge und Wiederholung. Wir verstehen das Obszöne als eine spezifische Inszenierung von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, von Übertretung und Verleugnung. Nicht nur Sexualität, auch die verbale oder visuelle Ausstellung von Gewalt kann obszön sein. Wir glauben, dass dies gegenwärtig in der Politik (Trump, Hofer, Petry, le Pen) ebenso präsent ist wie etwa im Reality-TV. Eng verbunden mit dem Problem des Obszönen ist die Frage der Scham. Wir wollen Sie auffordern, an der Entwicklung eines Projektes zu arbeiten, das Sie die Semester Ihres Studiums begleitet. Es kann in einem der folgenden Semester auch die Form des Team-Projektes einnehmen oder in die Masterarbeit einfließen. Dieses Projekt muss nicht mit unserem Schwerpunkt verbunden sein, aber sicher würde wir uns darüber freuen. Der ersten Aufgabe, die Versicherung und Erweiterung des medienwissenschaftlichen Grundlagenwissens, ist vor allem der Veranstaltungsteil Grundlagen der Medien- und Kulturwissenschaft gewidmet. Eine Vertiefung wird in der Veranstaltung zur Theorie der Wahrnehmung angeboten, die in Modul 2 stattfindet und von Lisa Handel durchgeführt wird. In dem Modulbestandteil Interdisziplinäre Felder der Medienwissenschaft werden wir diese Grundlagen auf die Problematik der Obszönität beziehen. Dazu wird es auch eine kleine Filmreihe geben. Diese Veranstaltung wird von mir und Silvia Bahl geleitet. In der dritten in diesem Modul platzierten Veranstaltung wird Jule Korte mit Ihnen Fragen der Fernsehwissenschaft diskutieren und mit ihnen zusammen an der Entwicklung von Projekten arbeiten. Die beiden Veranstaltungen Grundlagen und Interdisziplinäre Felder werden vierstündig in 14tägigem Wechsel durchgeführt. Dafür ist der Montag 14:30-18:00 vorgesehen. Der Termin am Donnerstag, den Sie hier im Vorlesungsverzeichnis finden, ist als Ausweichtermin vorgesehen, falls wir die Veranstaltung wegen zu hoher Teilnehmerzahlen teilen müssen. Bahl, Silvia Universität Düsseldorf WiSe 2016/17 Univ.-Prof. Dr. Görling Reinhold