Uni-Düsseldorf
14. März 2017Seminar Ist die gesellschaftliche Ordnung subjektlos zu denken zentrale Konzepte der Postmoderne
Die äußerst divergenten zentralen Konzepte der Postmoderne als einer vor allem in Frankreich angesiedelten philosophischen Strömung des 20.Jahrhunderts , die sich (bei aller Divergenz der Konzepte ihrer Vertreter) durch fünf Thesen umreißen lässt: (1) Postulierung inhärenter Widersprüche der Moderne, die...
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Jetzt Lernplan erstellenDie äußerst divergenten zentralen Konzepte der Postmoderne als einer vor allem in Frankreich angesiedelten philosophischen Strömung des 20.Jahrhunderts , die sich (bei aller Divergenz der Konzepte ihrer Vertreter) durch fünf Thesen umreißen lässt: (1) Postulierung inhärenter Widersprüche der Moderne, die deren Selbstzerstörungspotential ausmachen, (2) Diagnostizierung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts sowie des Universalitätsanspruchs der Aufklärung als Ursache der Krise der Moderne, (3) Ablehnung jeglicher erkenntnistheoretischer, ethischer oder historischer Orientierung und Überlieferung als Meta-Erzählungen, (4) Betonung der Inkommensurabilität von Kulturen, Lebenswelten und Sprachspielen sowie (5) Prävalierung des Partikularen, des Paradoxen, der Differenz werden im Rahmen dieses Seminars kritisch erörtert.
Nach einer Einführung in Entstehung, Entwicklung und zentrale Orientierung der Postmoderne (Post-Strukturalismus / Neo-Strukturalismus) generell sowie die zu thematisierenden Konzeptionen speziell gelangen anhand ausgewählter Texte folgende Denker zur Thematisierung: (1) Jean-Francois LYOTARD (1924-1998) (Philosophie des Dissenses als Widerstand gegen den unbegrenzten Komplexifizierungsprozess der kapitalistischen Uniformierung aller Diskursarten), (2) Gilles DELEUZE (1925-1995) (ausschließlich soziale Bedingtheit der schöpferischen Kraft des Unbewussten), (3) Michel FOUCAULT (1926-1984) (Mikrostrukturen der Macht determinieren das Individuum), (4) Jean BAUDRILLARD (1929-2007) (Reales verschwindet in der totalen Simulation / Hyperrealität), (5) Jacques DERRIDA (1930-2004) (Dekonstruktion als Denken der Differenz) und (6) Julia KRISTEVA (1941) (Literatur als Medium der Subversion).
(HINWEIS: die gegenüber der hier erörterten atheistisch dekonstruktiven Postmoderne weniger geläufige Variante der essentiellen Postmoderne von Robert SPAEMANN (1927) und Peter KOSLOWSKI (1952), die in Berufung auf die jüdisch-christliche Gnosis eine religiöse Sicht der Geschichte als Heilsgeschichte vertritt, wird in diesem Seminar nicht berücksichtigt)
Die in dieser Veranstaltung behandelten Texte (vgl. Seminarablaufplan/wird nach erfolgter Anmeldung zugemailt) können aus dem Seminar-Reader, der sich (ab Anfang Oktober 2016) im Seminar-Ordner zu dieser Veranstaltung in der Fachbibliothek Philosophie (Geb. 23.21/03) befindet, kopiert werden.
Meine elektronischen Sitzungspaper zur Thematik der einzelnen Sitzungen werden allen angemeldeten Teilnehmern zu den jeweiligen Sitzungen zugemailt werden.
Leistungsnachweis
In dieser Veranstaltung kann von allen Studierenden ein Beteiligungsnachweis (2 Credit Points) mittels Verfassung eines Essays erworben werden.
Mittels Verfassung einer Hausarbeit kann eine Abschlussprüfung (6 Credit Points) von Studierenden des Kern- wie des Ergänzungsfachs (B.A.-PrO 2011 & 2013) zum BWPM Gegenwart (KF: 1680/EF: 2680) sowie von Studierenden nach der B.A.-PrO 2011 zum BWPM Anthropologie (KF: 1650/EF: 2650) oder: BWM Sozialphilosophie (nur KF: 1660) und von Studierenden nach der B.A.-PrO 2013 zum BWM Anthropologie / Kulturphilosophie (nur KF: 1655) oder BWM Sozialphilosophie/Rechtsphilosophie (nur KF: 1660) absolviert werden.
Die erfolgreiche Absolvierung einer Abschlussprüfung schließt in dieser Veranstaltung bereits den Beteiligungsnachweis mit ein, für den somit keine gesonderte Leistung erbracht werden muss.
Philosophie (BA, PO 2011) Ergänzungsfach
In dieser Veranstaltung kann von allen Studierenden ein Beteiligungsnachweis (2 Credit Points) mittels Verfassung eines Essays erworben werden.
Mittels Verfassung einer Hausarbeit kann eine Abschlussprüfung (6 Credit Points) von Studierenden des Kern- wie des Ergänzungsfachs (B.A.-PrO 2011 & 2013) zum BWPM Gegenwart (KF: 1680/EF: 2680) sowie von Studierenden nach der B.A.-PrO 2011 zum BWPM Anthropologie (KF: 1650/EF: 2650) oder: BWM Sozialphilosophie (nur KF: 1660) und von Studierenden nach der B.A.-PrO 2013 zum BWM Anthropologie / Kulturphilosophie (nur KF: 1655) oder BWM Sozialphilosophie/Rechtsphilosophie (nur KF: 1660) absolviert werden.
Die erfolgreiche Absolvierung einer Abschlussprüfung schließt in dieser Veranstaltung bereits den Beteiligungsnachweis mit ein, für den somit keine gesonderte Leistung erbracht werden muss.
Universität Düsseldorf
WiSe 2016/17
Dr.
Hinke Dörnemann Ulrike