Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Kant und das Teleologieproblem
In diesem Seminar soll ausgehend von I. Kant das Teleologieproblem für die Neuzeit gemeinsam anhand der Lektüre klassischer Texte untersucht werden. Die Teleologie, das Denken nach Zwecken, hat seit Aristoteles wirkmächtig Einzug in die Philosophie gehalten. Im Zuge der Dominanz...
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Jetzt Lernplan erstellenIn diesem Seminar soll ausgehend von I. Kant das Teleologieproblem für die Neuzeit gemeinsam anhand der Lektüre klassischer Texte untersucht werden. Die Teleologie, das Denken nach Zwecken, hat seit Aristoteles wirkmächtig Einzug in die Philosophie gehalten. Im Zuge der Dominanz des neuzeitlichen kausal-mechanischen Denkens, welches eng mit der Entwicklung der modernen Naturwissenschaften verknüpft ist, scheint das teleologische Denken jedoch in den Hintergrund getreten zu sein. Kant hat, insbesondere im Zusammenhang erkenntnistheoretischer Fragen zur organischen Natur, das Teleologieproblem in der Kritik der Urteilskraft wieder aufgegriffen. Ausgehend von diesen Überlegungen Kants, die wir im ersten Abschnitt des Seminars untersuchen werden, kommen im zweiten Abschnitt weitere philosophische Klassiker zum Teleologieproblem zu Wort. Dabei wird es sich um Texte von Schopenhauer, Bergson, Cassirer, Hartmann und evtl. weitere handeln.
Das Seminar ist als Lektüreseminar konzipiert. Grundwissen in der Erkenntnistheorie und der Theoretischen Philosophie Kants sind wünschenswert, jedoch keine zwingende Voraussetzung zur Teilnahme.
Literatur: wird zu Beginn des Seminars bekannt gegeben
Zur Vorbereitung: W. Theiler, Zur Geschichte der teleologischen Naturbetrachtung bis auf Aristoteles, Zürich 1925; W. Stegmüller, Teleologie, Funktionsanalyse, Selbstregulation, Berlin 1969; E.M. Engels, Die Teleologie des Lebendigen, Berlin 1982; R. Spaemann, R. Löw, Die Frage Wozu? Geschichte und Wiederentdeckung des teleologischen Denkens, München/Zürich 1985; G. Toepfer, Zweckbegriff und Organismus, Würzburg 2004
FB 01 Institut für Philosophie
Uni Kassel
WS 2009/2010
Philosophie HF
FB 01 Institut für Philosophie
Kries Carsten