Uni-Dortmund
14. März 2017Seminar Komik und Komödie
-Uns kommt nur noch die Komödie bei-, erkannte 1954 Friedrich Dürrenmatt. Die Komödie selbst ist im Grunde so alt wie das Theater, von der antiken Komödie im 5. Jahrhundert v. Chr. über die italienische commedia dell´arte im 16. Jahrhundert und...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellen-Uns kommt nur noch die Komödie bei-, erkannte 1954 Friedrich Dürrenmatt. Die Komödie selbst ist im Grunde so alt wie das Theater, von der antiken Komödie im 5. Jahrhundert v. Chr. über die italienische commedia dell´arte im 16. Jahrhundert und -Klassiker- wie Shakespeare oder Moliere führt ihre Entwicklung ins 20. Jahrhundert, in dem die Gattungsmerkmale mehr und mehr verschwimmen und Dürrenmatt seinen -Besuch der alten Dame- als -tragische Komödie- untertitelt.
Chronologisch werden wir in diesem Seminar eine Reise durch die verschiedenen Formen von Komik und Komödie auf der Bühne unternehmen, die oben genannten Etappen ebenso streifen wie z.B. Tschechow, Horvath oder Beckett, spezifische Formen wie Posse, Schwank oder Boulevardtheater kennen lernen und uns fragen, ob ein Lustspiel lustig ist. Dabei werden wir populäre Erfolgskomödien des 20. und 21. Jahrhunderts wie -Arsen und Spitzenhäubchen- und -Die 39 Stufen- ebenso wenig auslassen wie die zeitgenössische Dramatik, in der es nicht ohne Grund fast immer auch etwas zu lachen gibt.
Begleiten werden diesen hoffentlich unterhaltsamen Weg natürlich auch die einschlägigen Theoretiker des Komischen wie Henri Bergson u.v.a.
Vor allem aber werden wir so häufig wie möglich selbst ins Theater gehen; die Bereitschaft zum Besuch von Inszenierungen in Dortmund und Umgebung ist daher Voraussetzung für die Seminar-Teilnahme. Denn das Seminar versteht sich in diesem Sinne auch als Einführung in die berufliche Tätigkeit der Dramaturginnen und Dramaturgen, die als Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis innerhalb des Theaterbetriebs eine Berufsperspektive für Geistes- und Kulturwissenschaftler sein kann. Das Spektrum dramaturgischer Tätigkeiten reicht dabei von Stück- und Inszenierungsbezogener Hintergrundrecherche über die konzeptionelle Zusammenarbeit mit Regisseuren, die Rolle des ständigen Gesprächspartners, Probenzuschauers und kritischen Reflektors künstlerischer Vorgänge bis hin zur Vermittlerfunktion zwischen Theater und Öffentlichkeit durch dramaturgische Einführungen, Werbung und Printmedien.
Die zu behandelnden Texte sind spielplanabhängig und werden so bald wie möglich über Studiger bekannt gegeben. Geplant sind zum jetzigen Zeitpunkt u.a. Dürrenmatts -Der Besuch der alten Dame- (in Wuppertal inszeniert von Sybille Fabian), Shakespeares -Wie es euch gefällt- (in Essen inszeniert von Martin Schulze) und Oscar Wildes -Bunbury- (in Bochum inszeniert von Jan Neumann). Zu den Dortmunder Inszenierungen -Arsen und Spitzenhäubchen- und -Die 39 Stufen- werden wir auch die gleichnamigen Filme mit einbeziehen.
Deutsch BaMa 2005 (Bachelor)
Technische Universität Dortmund
SoSe 2013
Deutsch LPO2003
Schröder Stefan