Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Kriminelles Handeln Einführung in quantitative Datenanalyse am Beispiel von Schwarzfahren und Steuerhinterziehung
Handeln Kriminelle rational oder affektiv? Wie hängt Bildung mit kriminellem Verhalten zusammen? Gibt es Unterschiede zwischen blue-collar-crime (z.B. Schwarzfahren) und white-collar-crime (z.B. Steuerhinterziehung)? Diese Fragen aus dem Bereich der soziologischen Kriminalitätsforschung sollen im Rahmen des forschungspraktischen Seminars im Vordergrund stehen...
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Jetzt Lernplan erstellenHandeln Kriminelle rational oder affektiv? Wie hängt Bildung mit kriminellem Verhalten zusammen? Gibt es Unterschiede zwischen blue-collar-crime (z.B. Schwarzfahren) und white-collar-crime (z.B. Steuerhinterziehung)? Diese Fragen aus dem Bereich der soziologischen Kriminalitätsforschung sollen im Rahmen des forschungspraktischen Seminars im Vordergrund stehen und eigenständig empirisch beantwortet werden.
Das Seminar zeigt den teilnehmenden Studierenden anhand beispielhafter Forschungsfragen aus dem Bereich des abweichenden Verhaltens den Weg von der Ableitung theoretisch fundierter Hypothesen zu deren quantitativer empirischer Überprüfung und bietet so die Möglichkeit, den gesamten sozialwissenschaftlichen Forschungsprozess idealtypisch nachzuvollziehen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Zusammenspiel von Theorie, empirischer Methoden und statistischer Modelle. Zudem werden grundlegende praktische Fähigkeiten zur Analyse von Sekundärdaten mit Hilfe der Statistiksoftware Stata sowie der anschließenden Interpretation der empirischen Ergebnisse vermittelt. Die Veranstaltung ist dabei blockweise aufgebaut: ein theoretisch-analytischer und ein empirisch-praktischer Teil. Jeweils beginnend mit einem Erklärungsproblem, wird im ersten Block zunächst die Gewinnung empirisch testbarer Hypothesen aus soziologischen Theorien in ausgewählter Fachliteratur nachvollzogen. Anschließend werden geeignete Auswertungsstrategien vorgestellt und diskutiert. Daran schließt sich ein zweiter Block mit einem praktischen Teil an, in dessen Rahmen die Seminarteilnehmenden auf Basis von Sekundärdatensätzen wie dem ALLBUS (Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften) die zuvor besprochen Analyseverfahren eigenständig durchführen und die gewonnenen Ergebnisse in Bezug auf das Erklärungsproblem interpretieren.
Das Seminar bietet insbesondere Studierenden in einer frühen Phase ihres Studiums einen praxisorientierten Einstieg in quantitative Methoden und bildet eine ideale Fortsetzung der Vorlesung Methoden empirischer Sozialforschung I+II im Basismodul. Die erworbenen Kenntnisse eignen sich als Grundlage für den Besuch weiterer (forschungspraktischer) Seminare sowie Empiriepraktika im Bereich der analytisch-erklärenden Sozialforschung, und stellen einen ersten Schritt auf dem Weg zur eigenen empirischen Qualifikationsarbeit dar.
Empfohlene Voraussetzungen für die Veranstaltungsteilnahme:
• Bachelorstudiengang Soziologie (im Hauptfach): Erfolgreicher Abschluss oder zumindest paralleles Belegen der Basismodule I III
• Bachelorstudiengang Soziologie (im Nebenfach): Erfolgreicher Abschluss oder zumindest paralleles Belegen der Basismodule I und II
• Interesse an quantitativer empirischer Sozialforschung und der Interpretation quantitativer Analyseergebnisse
Fähigkeit zum Lesen englischer Texte
• Erste Erfahrungen mit Statistiksoftware, bevorzugt Stata
- Eine verbindliche Anmeldung zur Lehrveranstaltung wird spätestens in der zweiten Veranstaltungssitzung erwartet -
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Uni Kassel
WiSe 2016/17
Soziologie HF
Jungermann Niklas