Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Linguistik und Philosophie vs Popkultur
-ORGANISATORISCHES- Da dieses Seminar interdisziplinär angeboten wird, kann es beim Einwahlverfahren zu Unstimmigkeiten kommen. Kommen Sie dann einfach zur ersten Sitzung, wo Fragen der Teilnahme verbindlich geklärt werden. -INHALT- Die fiktionalen Welten der Popkultur erlauben uns Gedankenexperimente, mit denen wir...
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Jetzt Lernplan erstellen-ORGANISATORISCHES- Da dieses Seminar interdisziplinär angeboten wird, kann es beim Einwahlverfahren zu Unstimmigkeiten kommen. Kommen Sie dann einfach zur ersten Sitzung, wo Fragen der Teilnahme verbindlich geklärt werden.
-INHALT- Die fiktionalen Welten der Popkultur erlauben uns Gedankenexperimente, mit denen wir das Alltägliche entfremden und unsere eigene Realität auf intuitive Weise reflektieren und schärfer sehen können. Sie faszinieren uns und wir entdecken das Realistische darin, trotz all ihrer offenkundigen Abweichungen von unserem Alltagswissen: Wäre es in einer zombieinfizierten Welt wie The Walking Dead, in der Menschen auf das bloße Überleben reduziert sind, hochgradig unvernünftig, die Versorgung von Alten und Kranken fortzusetzen? Welches Verständnis von Sprache steckt hinter der Annahme, dass wir sprachbegabte Außerirdische wie etwa im Sci-Fi-Rollenspiel Mass Effect mittels eines Universalübersetzers verstehen könnten?
Wissenschaftliche Theorien aus Philosophie und Linguistik können uns dabei helfen, diese diffusen Eindrücke begrifflich greifbar zu machen und die Gründe für unsere Faszination offenzulegen. Umgekehrt können popkulturelle Welten einen ersten und attraktiven Zugang zu diesen Theorien für Laien (und auch Schüler) bieten und so ihrer Vermittlung dienen.
Die Beziehung zwischen Popkultur und Wissenschaft soll in diesem Seminar demnach als eine wechselseitige in den Blick genommen werden:
- mittels philosophischer und linguistischer Themenfelder sollen popkulturelle Phänomene bearbeitet und dadurch besser durchdrungen werden
- mittels popkultureller Phänomene sollen philosophische und linguistische Themenfelder illustriert und exemplarisch problematisiert werden.
In diesem interdisziplinären, praxisorientierten Seminar sollen linguistische und philosophische Theorien mit popkulturellen Erscheinungen konfrontiert werden. Das Seminar mit Workshop-Charakter ist sowohl für Studierende der Germanistik als auch der Philosophie geöffnet und findet zweiwöchig, 4-stündig statt. Nach einer beispielhaften Einführung in der ersten Sitzung sollen sich Gruppen finden, die sich in je eine fiktionale Welt einarbeiten, sie präsentieren und anhand dieser Welt im oben beschriebenen Sinne verschiedene Theorien und Ansätze erproben.
Auf der methodisch-didaktischen Ebene simuliert dieses Seminar auch den gesamten Forschungsprozess des wissenschaftlichen Arbeitens: Vom Finden einer eigenen Fragestellung, dem Austausch mit der jeweiligen Scientific Community, über Präsentation und Diskussion der Analysen und Ergebnisse bis hin zum Erstellen eines wissenschaftlichen Posters und der öffentlichen Diskussion der eigenen Forschungsarbeiten.
-PRÜFUNGSLEISTUNG- Die (für alle verpflichtende) Prüfungsleistung ist eine schriftliche Reflexion dieser eigenen Forschungs- und Arbeitsprozesse, die in mehreren Phasen nach und nach und semesterbegleitend entstehen soll, sowie die Erstellung des bereits erwähnten wissenschaftlichen Posters, welches Ihre (Gruppen-)Arbeit illustrieren und bei einer hochschulöffentlichen Posterausstellung präsentiert und diskutiert werden soll.
-POST-CREDIT-SCENE- Das klingt vielleicht alles nach viel Arbeit, aber
1.) Sie haben es bis hierher geschafft und das heißt, Sie haben nichts gegen viel Arbeit, wenn es Spaß macht.
2.) So hat dieses Seminar auch schon einmal funktioniert. Stimmen aus dem SoSe 2014:
- Das Seminar Linguistik & Philosophie vs. Popkultur hat mir sehr gut gefallen und ich würde an solch einem Seminar auf jeden Fall wieder teilnehmen. Besonders viel Spaß gemacht hat mir der rege Austausch mit den Teilnehmern meiner Game of Thrones-Gruppe und die abschließende Posterpräsentation.
- Betrachtet man nun das Seminar von Anfang bis Ende, war es für mich persönlich das Seminar mit dem höchsten Zeitaufwand, welches ich je hatte, aber genauso war es ein Seminar, welches mich viele verschiedene Arbeitsmethoden gelehrt hat und viel Selbständigkeit von mir verlangt hat. Dadurch war der Lernerfolg meines Erachtens noch sehr viel höher als der Zeitaufwand.
- Das Seminar hat mir auf unterschiedliche Weise geholfen, Popkultur mit einer wissenschaftlichen Perspektive zu betrachten, sodass ich mein Verständnis von Was soll und kann Popkultur leisten? erweitern konnte. Die verschiedenen Modi, in denen das Seminar die Teilnehmer beansprucht hat, waren sehr hilfreich, um die eigenen Leistungen und das wissenschaftliche Vorgehen in den folgenden Bereichen zu reflektieren und zu verbessern.
- Alles in allem war es ein 'super-mega-ober-hammer-extrem-geiles' Seminar und ich hoffe SEHR darauf, dass das noch einmal klappt.
(anonyme Studierende der Germanistik und Philosophie)
Link zur Ankündigung der letzten Posterausstellung
FB 02 Institut für Germanistik
Uni Kassel
WiSe 2015/16
Germanistik/Deutsch
Böhnert Martin