Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Modelle der Kulturkritik in der Moderne Rousseau Nietzsche Freud Adorno
Das Seminar soll sich mit vier Modellen der Kulturkritik in der Moderne beschäftigen. Rousseaus Diskurse fragten, ob der Aufstieg von Wissenschaft und Kunst zur Verfeinerung der Sitten geführt habe und verneint dies. Nietzsche fragt etwa nach der Rolle der Beschäftigung...
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Jetzt Lernplan erstellenDas Seminar soll sich mit vier Modellen der Kulturkritik in der Moderne beschäftigen. Rousseaus Diskurse fragten, ob der Aufstieg von Wissenschaft und Kunst zur Verfeinerung der Sitten geführt habe und verneint dies. Nietzsche fragt etwa nach der Rolle der Beschäftigung mit der Geschichte für das Leben. Freud bezweifelt, dass die für ihn zeitgenössische Kultur Aggressivität und Gewalt aus der Welt geschafft hat. Adorno schließlich fragt den verschiedenen
Funktionen der Kultur für die Gesellschaft nach und sieht die Produktivität intellektueller Arbeit in der Kritik. Das Seminar soll exemplarisch an Hand der Texte der vier Autoren nach der Reichweite und nach der Begründungsfähigkeit von Kulturkritik fragen. Verdankt sich die Kulturkritik einem Ressentiment? Welche Rolle kommt der Kulturkritik heute nach Postmoderne und Zweiter Moderne (U. Beck) zu?
Literatur:
Jean-Jacques Rousseau:Schriften Bd. 1, hrsg. v. H. Ritter.Frankf./M. 1988. Diskurs über die Ungleichheit. UTB 2008. Friedrich Nietzsche: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben. Stuttgart 1980. Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur und andere kulturtheoretische Schriften. Frankfurt/M. 1994. Theodor W. Adorno: Prismen. Kulturkritik und Gesellschaft.
Frankfurt M. 1963. Auch: Gesammelte Schriften Band 10. Frankfurt/M. Suhrkamp.
Georg Bollenbeck: Eine Geschichte der Kulturkritik. München 2007. Dieter Borchmeyer (Hrsg): Vom
Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben. Frankfurt Main 1996.
FB 01 Institut für Philosophie
Uni Kassel
WiSe 2010/11
Philosophie HF
Kernstudium
Professor
Paetzold Heinz Professor