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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar Nachhaltige Stadt und Regionalentwicklung

Nachhaltiger Tourismus - Vom sanften Tourismus zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus - Teilmodul Hahne Kann Tourismus nachhaltig sein? Wie kann Reisetätigkeit sozial, kulturell, ökologisch und wirtschaftlich langfristig verträglich sein? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Die Tourismuskritik sagt, dass...

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Nachhaltiger Tourismus - Vom sanften Tourismus zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus - Teilmodul Hahne Kann Tourismus nachhaltig sein? Wie kann Reisetätigkeit sozial, kulturell, ökologisch und wirtschaftlich langfristig verträglich sein? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Die Tourismuskritik sagt, dass der Tourismus das zerstört, was er sucht (Enzensberger 1963), und Utopien wie der Sanfte Tourismus (Robert Jungk 1982) sind nicht massentauglich. Andererseits ist der Tourismus einer der weltweit erfolgreichsten Wirtschaftszweige; auch er muss sich Nachhaltigkeitsforderungen stellen. Längst haben Umweltstandards und Öko-Siegel auch touristische Leistungsanbieter erfasst, der Klimawandel verändert die Qualität und Begehrtheit von Destinationen dauerhaft. Das Seminar befasst sich daher nicht nur mit Nischen wie dem Sanften Tourismus, sondern bietet auch Tools und Ansatzpunkte, den Massentourismus nachhaltiger und klimagerechter zu gestalten. Das Seminar ist eng verknüpft mit dem Forschungsvorhaben KLIMZUG NordHessen. www.klimzug-nordhessen.de Soziale Ungleichheit und Territorialisierung in ethnisch-national geteilten Städten - Teilmodul Horni Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat die Anzahl innerstaatlicher, oft durch einen ethnischen Hintergrund motivierter Konflikte im Vergleich zu zwischenstaatlichen Auseinandersetzungen deutlich zugenommen. Sie prägen die betroffenen Gesellschaften, beeinflussen den Alltag und politische Entscheidungen und hemmen wirtschaftliche wie gesellschaftliche Fortschritte. Städte stellen innerhalb dieser Problematik einen -intensive microcosm for the wider societal tensions and fragmentations, and their related diverse discourses- (Soja 2000) dar, in denen der Konflikt durch die räumliche Nähe der Konfliktparteien besonders intensiv ausgetragen wird. Für die Konfliktparteien wird ein großer Teil des Stadtraums in ethnisch-national geteilten Städten jeweils einer Gruppe zugeordnet und mit der jeweiligen Gruppenkultur und -identität verknüpft. Der Raum wird als eigenes bzw. fremdes Territorium angesehen, wodurch die Teilung auch physisch in einer Fragmentierung des Stadtraumes sichtbar wird; soziale, politische, ökonomische oder andere Unterschiede werden auf der räumlichen Ebene ausgehandelt. Auch nach der offiziellen politischen Beilegung eines Konflikts ändert sich dies nur sehr langsam. Meist sind die einzelnen Stadtteile unterschiedlich stark von den Folgen eines Konfliktes betroffen. Dieser Umstand muss bei der Stadtentwicklung, aber auch im Rahmen der Konfliktbearbeitung berücksichtigt werden. Die Diskrepanz zwischen -Normalisierung- auf der einen und einem Fortbestand der alten Konfliktkategorien auf der anderen Seite führen zu Ungleichzeitigkeiten in der Stadtentwicklung wie in der Identitätsbildung und dadurch nicht selten zu neuen Spannungen. Thema des Seminars wird sein, wie Stadtplanung und Stadtentwicklungspolitik auf das Zusammenleben der Konfliktparteien wirken. Sie können dazu beitragen, Räume zu schaffen, in denen ein Dialog zwischen den Konfliktparteien stattfindet. Ebenso können sie die Spaltung jedoch auch noch vertiefen. Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme ist die Bereitschaft, sich mit englischsprachiger Fachliteratur auseinander zu setzen. FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Uni Kassel SoSe 2010 Stadt- und Regionalplanung FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung Dipl.-Kulturwissenschaftlerin Bertram Henriette Dipl Kulturwissenschaftlerin