Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Palliativ Care Netzwerke
MEDIA VITA IN MORTE SUMUS - Die Auseinandersetzung mit der Thematik des Seminars erfordert die Bereitschaft, auch den eigenen Tod, das eigene Sterben zu bedenken. Die Errungenschaften der modernen Medizin und der demografische Wandel haben im Verbund dafür gesorgt, dass...
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Jetzt Lernplan erstellenMEDIA VITA IN MORTE SUMUS - Die Auseinandersetzung mit der Thematik des Seminars erfordert die Bereitschaft, auch den eigenen Tod, das eigene Sterben zu bedenken. Die Errungenschaften der modernen Medizin und der demografische Wandel haben im Verbund dafür gesorgt, dass der Wunsch vieler Menschen, ohne Krankheits- und Leidenserfahrung, aus dem aktiven Leben heraus, schnell zu versterben nicht Wirklichkeit wird. Immer mehr Alte, Hochbetagte, Demente und selbst Jüngere mit schwersten chronischen Erkrankungen müssen versorgt werden. Angehörige, die solches übernehmen, sind entweder nicht (mehr) vorhanden oder ihre Bereitschaft sich dieser großen sozialen Herausforderung zu stellen ist limitiert. Das Szenario einer malignen Tumorerkrankung im finalen Stadium, häufig perhorresziert, lässt selbst gutwillige Menschen vor der Betreuung von Patienten mit palliativem Versorgungsbedarf zurückschrecken. Nicht selten werden Betroffene immer wieder in Krankenhäuser eingewiesen, werden von überforderten Angehörigen zu Hause gepflegt oder sind in Pflegeheimen unzureichend versorgt. Unterstützung soll aus den Reihen der Hospizbewegung kommen, wo seit Jahren versucht wird, Palliative Care Netzwerke zu knüpfen, die Öffentlichkeit für die Bedürfnisse Schwerstkranker und Sterbender zu sensibilisieren, ambulante und stationäre Einrichtungen zu unterstützen und Ehrenamtliche auszubilden. In den Ballungsgebieten ist die Palliativversorgung zwar noch lange nicht zufrieden stellend, in der Fläche jedoch höchst mangelhaft. An -Runden Tischen- wird mit unterschiedlichem Engagement die Entwicklung der Palliative Care voran getrieben. Integrierte Versorgung (IV), spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV), stationäre Hospize, ambulante Hospizgruppen, PalliativmedizinerInnen, Palliative Care Pflegekräfte... Wer, was, an welchen Orten unternehmen kann und welche Rolle die Sozialarbeit hier spielen kann und will, wird im Rahmen des Seminars zu diskutieren sein.
FB 04 Sozialwesen
Uni Kassel
WS 2009/2010
Lehrveranstaltungspool FB 04
Sozialwesen
Herborth Gudrun Edith