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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Politikfeldanalyse Der grüne Diskurs 8211 Entwicklung Akteure und Strategien

Die GRÜNEN als neue Volkspartei, Umwelt- und Klimaschutz in aller Munde, Bio-Lebensmittel in jedem Supermarkt oder der Begriff der Nachhaltigkeit als essentielle Vokabel jeder politischen Rede: grüne Begriffe und Ideen scheinen nach Jahrzehnten gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen um Akzeptanz zum Teil des...

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Die GRÜNEN als neue Volkspartei, Umwelt- und Klimaschutz in aller Munde, Bio-Lebensmittel in jedem Supermarkt oder der Begriff der Nachhaltigkeit als essentielle Vokabel jeder politischen Rede: grüne Begriffe und Ideen scheinen nach Jahrzehnten gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen um Akzeptanz zum Teil des konsensualen Musters moderner Demokratien zu gehören – wer als progressiv im politischen Diskurs gelten will, darf grüne Argumentationsmuster nicht vergessen. Dabei bleibt jedoch unklar, ob kommunikative Omnipräsenz auch materielle Wirkungen nach sich zieht. Es ist also unsicher, ob der grüne Diskurs das 21. Jahrhundert bestimmen wird oder bloß Episode bleiben wird. Das Seminar wird das -Politikfeld- des grünen Diskurses untersuchen – ein Politikfeld, das zumeist quer zu anderen Politikfeldern liegt. Es wird zunächst die Entstehungsgeschichte und Institutionalisierung der Umweltschutzbewegung analysiert. Im Mittelpunkt des Seminars stehen aber die gegenwärtigen Prozesse, Akteure, Ideen, Konflikte und Strategien des grünen Diskurses. Dies schließt natürlich die Analyse des politischen Umfeldes und der Gegner mit ein. Als erkenntnisleitende Instrumente werden Aspekte der Diskurstheorie (Hajer, Laclau/Mouffe), der Bewegungsforschung und der Forschung zu öffentlicher massenmedialer Kommunikation angewandt. Inhaltlich wird ein Schwerpunkt auf den öffentlichen Diskurs als strategisch zentrale Arena gelegt – es soll hierbei überprüft werden, inwieweit eine Deckungsgleichheit (wie sie von den oben genannten Diskurstheorien behauptet wird) zwischen Präsenz im öffentlichen Diskurs und materieller Politik besteht bzw. worauf eine etwaige Deckungsungleichheit von grüner Rhetorik und konkreten politischen Handlungen zurück geführt werden kann. Sozialwissenschaften Universität Duisburg-Essen SS 2011 Powi B.A., Politikwissenschaft (Bachelor of Arts) Dr. Hagemann Ingmar