Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Rom zwischen Republik und Kaiserzeit Rom zwischen Republik und Kaiserzeit
Die Epoche zwischen dem Ende des Zweiten Punischen Kriegs und dem Principat des Augustus (201–27 v.Chr.) wird gemeinhin als Krise und Untergang der römischen Republik verstanden. Gemeint ist damit letztlich eine tiefgreifende Umgestaltung jener innenpolitischen Ordnung, die sich seit dem...
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Jetzt Lernplan erstellenDie Epoche zwischen dem Ende des Zweiten Punischen Kriegs und dem Principat des Augustus (201–27 v.Chr.) wird gemeinhin als Krise und Untergang der römischen Republik verstanden. Gemeint ist damit letztlich eine tiefgreifende Umgestaltung jener innenpolitischen Ordnung, die sich seit dem 4. Jahrhundert durch die Gesetzgebung und parallel zur Ausdehnung römischer Macht in Italien als republikanisches System herausgebildet hatte.
Während die außenpolitische Expansion unvermindert über italische Regionen hinaus nach Spanien, Griechenland, Nordafrika und Kleinasien fortgesetzt wurde und schließlich in einem mittelmeerweiten Imperium mündete, war die innenpolitische Entwicklung geprägt von langfristigen Veränderungen wie auch abrupten Zäsuren. Die imperiale Expansion mit ihren Kriegsnotwendigkeiten und Kriegsgewinnen begleitete und bewirkte massive Veränderungen in der Sozialstruktur, der Wirtschaftsweise sowie in den militärischen und administrativen Sektoren der römischen Gesellschaft. Es war eine Zeit zunehmender sozialer Differenzierung und sozialer Konflikte, eine Zeit der Bürgerkriege und gewaltsamen politischen Machtkämpfe, aber auch eine Zeit dynamischer kultureller Entwicklung durch die Rezeption griechischer Kultur und wirtschaftlicher Fortentwicklung durch die Integration in die hellenistische Wirtschaftswelt.
Dieses Seminar beschäftigt sich zum einen mit dem politischen Wandlungsprozess, der mit dem Volkstribunat des Tiberius Sempronius Gracchus 133 v.Chr. als politische Spaltung der römischen Führungsschicht begann und zur faktischen Herrschaft eines Imperators – trotz formalem Fortbestand republikanischer Institutionen – führte. Zum anderen werden die komplexen längerfristigen (Vor-)Bedingungen auf sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet thematisiert.
Einführende Literatur:
Helmuth Schneider, Krise und Zusammenbruch der römischen Republik, in: Hans-Joachim Gehrke/Helmuth Schneider (Hrsg.), Geschichte der Antike. Ein Studienbuch. Stuttgart 2010, S. 322–332.
FB 05 Gesellschaftswissenschaften
Uni Kassel
WiSe 2012/13
Geschichte
Dr.
Mersch Margit