Uni-Düsseldorf
14. März 2017Seminar Systemtheoretische Gesellschaftsanalyse
Systemtheoretische Gesellschaftsanalyse Die Systemtheorie ist eines der zentralen soziologischen Paradigmen neben der Rational Choice Theorie und der Interpretativ-interaktionistischen Theorie. Der Vorteil der Systemtheorie ist die Geschlossenheit des begrifflichen Bezugsrahmens und die universelle Anwendbarkeit auf Themen der Gesellschaft, der Organisationen und...
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Die Systemtheorie ist eines der zentralen soziologischen Paradigmen neben der Rational Choice Theorie und der Interpretativ-interaktionistischen Theorie. Der Vorteil der Systemtheorie ist die Geschlossenheit des begrifflichen Bezugsrahmens und die universelle Anwendbarkeit auf Themen der Gesellschaft, der Organisationen und der Interaktionssysteme. Luhmanns zentrales Anliegen war die Entwicklung einer umfassenden Theorie der Gesellschaft, um die Funktionssysteme, z.B. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Religion oder Erziehung zu beschreiben und theoretisch zu erklären. Zusätzlich hat er die von Parsons begründete Theorie der symbolischen Interaktionsmedien weiter entwickelt. In seiner letzten Vorlesung (2005) vor seiner Pensionierung hat Luhmann den Stand der systemtheoretischen Gesellschaftstheorie dargestellt und später in dem Hauptwerk -Die Gesellschaft der Gesellschaft- (1997) ausgearbeitet.
Grundlagen der Systemtheorie
Luhmann 2002a,
Miebach 2014
Gesellschaft als soziales System
- Gesellschaftstheorie (21)
- Erkenntnishindernisse (34)
- Weltgesellschaft (65-68)
- Globalisierung (67-68)
- Zentrum-Peripherie (66, 79)
Luhmann 2005: 11-86
Luhmann 1997: 16-189
Kommunikationsmedien I
- Verbreitungsmedien (113-145)
- Elektronische Medien (139-145)
- Symbolisch-generalisierte Kommunikationsmed. (145-180)
Luhmann 2005: 113-180
Luhmann 1997: 190-396
Evolution
- Evolutionstheorie (188-210)
- Evolutionäre Errungenschaften (199, 215-217)
- Ideenevolution (211, 217)
- Teilsystemevolution (228)
Luhmann 2005: 181-234
Luhmann 1997: 413-594
Themen/Literatur
Literatur
Differenzierung
- Differenzierungsprozess (235-247)
- Differenzierungsformen (247-260)
- Funktionale Differenzierung
(261-279)
- Interaktionssysteme (279-282)
- Organisation (282-285)
Luhmann 2005: 235-289
Luhmann 1997: 595-776
Luhmann 1997: 813-847
Luhmann 2000
Politisches System
- Macht (2002: 18-68)
- Politisches System (2002: 69-139)
Luhmann 2002b
Luhmann 1975
Wirtschaftssystem
- Wirtschaft (1989: 43-90)
- Geld (1989: 230-271)
Luhmann 1989
Selbstbeschreibung
Massenmedien
Luhmann 1996
Hagen 2004: 79-107
Luhmann 1997: 1096-1109
Literaturliste
Hagen, W. (Hg.), 2004: Warum haben Sie keinen Fernseher, Herr Luhmann? Berlin.
Luhmann, N., 1975: Macht, Stuttgart.
Luhmann, N., (1988) 1989: Die Wirtschaft der Gesellschaft. Frankfurt/M.
Luhmann, N., 1994: Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität. Frankfurt/M.
Luhmann, N., (1995) 1996: Die Realität der Massenmedien. Opladen.
Luhmann, N., 1997: Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt/M.
Luhmann, N., 2000: Organisation und Entscheidung. Wiesbaden.
Luhmann, N., 2002a: Einführung in die Systemtheorie. Heidelberg.
Luhmann, N., 2002b: Die Politik der Gesellschaft. Frankfurt/M.
Luhmann, N., 2005: Einführung in die Theorie der Gesellschaft. Heidelberg.
Miebach, B., 2014: Soziologische Handlungstheorie. Wiesbaden.
Sozialwiss. Gesell. Str. dem Reg (Master, PO 2011)
Das Ziel der Veranstaltung ist die Zusammenfassung der theoretischen Modelle und die Anwendung auf konkrete Themen. Die Teilnehmer erstellen jeweils Referate zum Erwerb des BN. Abschlussprüfungen können als Hausarbeit oder mündliche Prüfung absolviert werden.
Universität Düsseldorf
WiSe 2015/16
Dr.
Miebach Bernhard