Zurück zum Vorlesungsverzeichnis
Uni-München
14. März 2017

Seminar The Walking Dead Narrative Ethik am Beispiel eines post apokalyptischen Settings

Im Seminar -The Walking Dead – Narrative Ethik am Beispiel eines (post)apokalyptischen Settings” soll die sogenannte narrative Ethik in Abgrenzung zu anderen, z.B. deduktivistischen, kontextualistischen und kohärentistischen Ansätzen erschlossen und ihre Stärken und Schwächen, sowie die Bedeutung narrativer Kompetenz im...

Erstelle deinen persönlichen Lernplan

Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.

Jetzt Lernplan erstellen
Im Seminar -The Walking Dead – Narrative Ethik am Beispiel eines (post)apokalyptischen Settings” soll die sogenannte narrative Ethik in Abgrenzung zu anderen, z.B. deduktivistischen, kontextualistischen und kohärentistischen Ansätzen erschlossen und ihre Stärken und Schwächen, sowie die Bedeutung narrativer Kompetenz im Kontext der Bioethik grundlegend diskutiert werden. Dabei ist u.a. nach der Bedeutung von Metaphern und Imagination in ethischen Abwägungsprozessen zu fragen und die Relevanz der Literatur- und Filminterpretation für die (theologische) Ethik zu besprechen. Als exemplarische Konkretion wird das (post)apokalyptische Setting der US-amerikanischen Serie -The Walking Dead- auf seine Eignung als narratives Vehikel ethischer Fragestellungen kritisch hinterfragt. Zu untersuchen sind dabei die grundlegenden theologischen und ethischen Implikationen des (post)apokalyptischen Settings, sowie einzelne, spezifische Fragestellungen, etwa der -Zombie- als theologisch-ethische Herausforderung im Spannungsfeld von Bewusstsein, Identität und Leiblichkeit, sowie bio- bzw. medizinethische Themen, z.B. Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch, Hirntod, etc. Zudem soll -The Walking Dead- auch im Hinblick auf seine Implikationen für die Gender- und Beziehungsethik analysiert und besprochen werden. Da die relevante Literatur teilweise nur in englischer Sprache verfügbar ist, sind gute Englischkenntnisse nicht zwingend erforderlich, aber wünschenswert. Vertrautheit mit mindestens den ersten beiden Staffeln der Serie -The Walking Dead- ist für eine fruchtbare Teilnahme am Seminar äußerst hilfreich. Ach, Johann S., Runtenberg, Christa, Bioethik: Disziplin und Diskurs. Zur Selbstaufklärung angewandter Ethik, Frankfurt/New York, 2002, inbesondere: 100-103. Bock, Annekatrin, Isermann, Holger, Knieper, Thomas, Adeaquamus Morte. Geschlechteraspekte in Resident Evil, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 153-164. Bohrmann ,Thomas, Veith, Werner, Zöller, Stephan (Hgg.), Handbuch Theologie und Populärer Film Bd.1-3, Paderborn 2007-2012. Booth, Wayne, C., The Company We Keep. An Ethics of Fiction, Berkley CA 1988. Brody, Howard, Stories of sickness, New Haven 1987. Fetzer, Antje, Ansätze zu eiiner narrativen Ethik in der Moralphilosophie Alsdair MacIntyres, in: Hofheinz, Marco, Mathwig, Frank, Zeindler, Matthias (Hgg.), Ethik und Erzählung. Theologische und philosophische Beiträge zur narrativen Ethik, Zürich 2009, 225-248. Ehrwein, Nihan, Céline, Die Funktion des Erzählens im öffentlichen Raum, Ansäzze zu einer narrativen Ethik bei Hannah Arendt, in: Hofheinz, Marco, Mathwig, Frank, Zeindler, Matthias (Hgg.), Ethik und Erzählung. Theologische und philosophische Beiträge zur narrativen Ethik, Zürich 2009, 207-224. Fürst, Michael, Zombies over the Rainbow. Konstruktionen von Geschlechtsidentität im schwulen Zombiefilm, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011. Görgen, Arno, Inderst, Rudolf T., Im Land der lebenden Toten – Zur Reflektion von medizinischen Todeskriterien in The Walking Dead, in: Ethik Med (Online First, noch keiner Print-Ausgabe zugeordnet), 2014. Hausmanninger, Thomas, Filmanalyse und Religion. Einige grundsätzliche Überlegungen zur Erarbeitung religiöser Bezüge im Spielfilm, in: Bohrmann, Thomas, Veith, Werner, Zöller, Stephan (Hgg.), Handbuch Theologie und Populärer Film Bd.3, Paderborn 2012, 12-30. Hausmanninger, Thomas, Mythen von Religion. Comicverfilmungen in den USA, in: Bohrmann, Thomas, Veith, Werner, Zöller, Stephan (Hgg.), Handbuch Theologie und Populärer Film, Paderborn 2009, Bd.2, 32-52. Hofheinz, Marco, Ethik und Erzählung. Theologische und philosophische Beiträge zur narrativen Ethik, Zürich 2009. Johnson, Mark, Moral Imagination. Implications of Cognitive Science for Ethics, Chicago/London 1993. Joisten, Karen, Narrative Ethik. Das Gute und das Böse erzählen, Berlin 2007. Kailer, Katja, Ethische Urteilsbildung mittels Spielfilme? Reproduktionsmedizin und ihre gesellschaftlichen Konsequenzen in GATTACA, in: Ethik Med (Online First, noch keiner Print-Ausgabe zugeordnet), 2014. Klippel, Heike, -Shame and Sorrow fort he Family- – Rassen- und Sexualproblematik im klassischen Zombiefilm, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 135-152. Knieper, Thomas, Krautkrämer, Florian, Psychopath_Innen sind nichts anderes als kultivierte Zombies (Interview mit Mark Benecke), in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 275-288. Körber, Joachim, Die Philosophie bei The Walking Dead, Weinheim 2014. Krautkrämer, Florian, A Matter of Life and Death. Leben und Tod im Zombiefilm, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 19-36. Meteling, Arno, Das Ornament der Masse. Zur CHronotopie und Medialität im Zombiefilm, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 211-224. Micheilis, N.M., Zombie Apocalypse Utopia. Wie Zombiefilme eine bessere Welt versprechen, Leipzig 2013. Mieth, Dietmar, Dichtung, Glaube und Moral. Studien zur Begründung einer narrativen Ethik, Mainz 1976; dort insbesondere: 98-114. Montello, Martha, Medical Stories: Narrative and Phenomenological Approaches. Using Literature to teach moral reasoning in medical education, in: Grodin, Michael A. (Hg.), Meta Medical Ethics. The Philosophical Foundations of Bioethics, Dodrecht 1995, 109-123. Neumann, Frank, Leichen im Keller, Untote auf der Straße. Das Echo sozialer Traumata im Zombiefilm, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 65-84. Nohr, Rolf F., Virale Zombifizierung. -Who’s to say we’re not all zombies?-, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 259-276. Ölschläger, Claudia, Narration und Ethik, München/Paderborn 2009. Pezzoli-Olgiati, Vom Ende der Welt zur hoffnungsvollen Vision. Apokalypse im Film, in: Bohrmann, Thomas, Veith, Werner, Zöller, Stephan (Hgg.), Handbuch Theologie und Populärer Film Bd.2, Paderborn 2009, 255-276. Radey, Charles, Telling Stories: Creative Literature and Ethics, in: Hastings Center Report, November/December 1990, 25. Rautzenberg, Markus, Uncanny Valley. Kleine Bildtheorie der Zombiefikation, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011. Sayana, Mitra, Sloveig, Lena Hansen, Auf der anderen Seite der Kamera. Leihmutterschaft in Indien und das moralische Anliegen der Dokumentarfilmerin Surabhi Sharma, in: Ethik Med (Online First, noch keiner Print-Ausgabe zugeordnet), 2014. Schätz, Joachim, Mit den Untoten leben. Sozietäten im Zombie-Invasionsfilm, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 45-64. Vom Scheidt, Thomas, -Können wir nicht mal wieder einen Film gucken?- Das Medium Film im Religionsunterricht, in: Bohrmann, Thomas, Veith, Werner, Zöller, Stephan (Hgg.), Handbuch Theologie und Populärer Film Bd.2, Paderborn 2009, 311-322. Wessely, Christian, Der populäre Film und der religiöse Glaube. Diagnostische Versuche, in: Bohrmann, Thomas, Veith, Werner, Zöller, Stephan (Hgg.), Handbuch Theologie und Populärer Film Bd.3, Paderborn 2012, 63-82. Wöhlke, Sabine, Sloveig, Lena Hansen, Schicktanz, Silke, Nachdenken im Kinosessel? Bioethische Reflexion durch Filme als eine neue Möglichkeit der Diskussion von Standpunkten und Betroffenheit, in: Ethik Med (Online First, noch keiner Print-Ausgabe zugeordnet), 2014. Wünsch, Michaela, Zombies unter Einfluss des Todestriebs, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 181-194. Zechner, Anke, Willenloses Ewiges Leben. Der Zombie als Figur des Exzesses und der Ausgrenzung, in: Fürst, Michael, Krautkrämer Florian, Wiemer Serjoscha (Hgg.), Untot. Zombie Film Theorie, München 2011, 195-210. Bemerkung Für GY, GS, HS, MA-BB als semestrales Zusatzangebot; Regeltermin: WS Voraussetzungen Studierende des modul. Magister müssen folgende Voraussetzungen zum Erwerb von ECTS-Punkten erfüllt haben: Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein, Griechisch und Hebräisch. Die Module P 1 bis P 6 müssen bestanden sein. Leistungsnachweis Modul.: Bei erfolgreicher Modulteilprüfung (regelmäßige Teilnahme, Referat und Seminararbeit) können 3 ECTS-Punkte erworben werden. Nicht modul.: Durch regelmäßige Teilnahme, Referat und Seminararbeit kann ein Seminarschein erworben werden. Zielgruppe nicht modul.: Diplom, GY, RS, BS, HS, GS, Magister-Nebenfach, Promotion. modul.: Magister, BA-NF. Anmeldung Diese Veranstaltung ist vorab über LSF online-belegpflichtig. Die Belegfrist beginnt am 23.03. und endet am 30.03.2015. Katholisch-Theologische Fakultät Studierende des modul. Magister müssen folgende Voraussetzungen zum Erwerb von ECTS-Punkten erfüllt haben: Nachweis der erforderlichen Sprachkenntnisse in Latein, Griechisch und Hebräisch. Die Module P 1 bis P 6 müssen bestanden sein. Modul.: Bei erfolgreicher Modulteilprüfung (regelmäßige Teilnahme, Referat und Seminararbeit) können 3 ECTS-Punkte erworben werden. Nicht modul.: Durch regelmäßige Teilnahme, Referat und Seminararbeit kann ein Seminarschein erworben werden. LMU München SoSe 2015 Mathieu Richard