Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Übung Die Gärten der Anderen
Das vorzügliche Lehrstück für die Planung von Gärten sind bestehende Gärten. Wenn die Gärten alt
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Jetzt Lernplan erstellenDas vorzügliche Lehrstück für die Planung von Gärten sind bestehende Gärten. Wenn die Gärten alt' sind, kann man sehen, was sich bewährt hat. Wenn Gärten jung' sind, kann man noch die ersten Wünsche der Bewohner und der Entwerfer sehen. Und natürlich noch so einiges mehr. Jetzt müssen wir nur noch lernen, zu sehen und zu verstehen. Das Seminar wird also Überlegungen zu Methode und Vorgehen beim Beschreiben von Gärten der Anderen zum Gegenstand haben und es wird die Gärten zum Gegenstand haben. Das heißt, wir suchen Gärten vorzugsweise an den Stadträndern auf, um sie aufzunehmen', d.h. zu beschreiben. Dafür muß klar sein, was wir verstehen wollen, was wir genauer unter die Lupe' nehmen wollen. Wir brauchen Merkmale, die für alle gelten, damit wir die Gärten später vergleichen können, um Ähnlichkeiten und Unterschiede benennen zu können und schließlich Regeln zu erkennen. Diese wiederum sind Ausdruck verschiedener Prinzipien' zum Beispiel Folgen der Baugebietsplanung aber auch Folge von Gebrauch und Pflege der Besitzer und Besitzerinnen.
Zu den Merkmalen zählen neben denen der Organisation (Grundstück, Gebäudestellung, Eingängen, Grenzen etc.) die Pflanzen, weil sie ob Zierpflanze oder Unkraut' sämtliche Standorteinflüsse zum Ausdruck bringen; von der naturbürtigen Seite (Boden, Wasser, Klima) bis zur kulturbürtigen Seite (Wünsche, Vorlieben, Erfahrung, Wissen, Vermögen etc.). Zu den Seminararbeiten zählen fertig ausgearbeitete Tabellen mir beschreibenden und erklärenden Texten.
Die Kenntnis der Pflanzen wird nicht vorausgesetzt, wir tragen sie mit den Aufnahmen in der Zeit des Seminars zusammen. Die Teilnahme am Seminar Ob Rose oder Rotkohl
' aus dem Wintersemester, an das wir inhaltlich anknüpfen, wird nicht vorausgesetzt.
Zur Vorbereitung gelesen werden sollten zwei Texte:
Bernd Harenburg & Ingeborg Wannags 1991: Von Haustür zu Haustür. Organisationsformen und ihre Gebrauchsmerkmale. In: Von Haus zu Haus'. Notizbuch 23 der Kasseler Schule. S. 8-42. Kassel
AutorInnenkollektiv 2001: Der Gartenbau in vier Abtheilungen oder Die Haus-Gemüse-Wirtschaft. Notizbuch 57 der Kasseler Schule. S. 26-37. Kassel
Wichtig für die Seminararbeit ist Zeit. Damit wir tatsächlich je Termin gut zwei Stunden Zeit für Aufnahmen oder/und Tabellenbearbeitung haben, beanspruchen wir einschließlich Fahrtzeit 4 SWS. Die Treffen mit Ort und Zeit werden immer im Einzelnen abgestimmt. Indoor-Termine werden nicht immer die vollen 4 Stunden beanspruchen. Alle Seminararbeiten sollen in der Seminarzeit zu bewältigen sein.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SS2007
Architektur
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Dr.-Ing.
Bellin Harder Florian Ing