Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Übung Stadtumbau und Bestandsoptimierung
Die Vorlesung, das Seminar und die Übungen -Stadtumbau und Bestandsoptimierung- widmen sich Fragen und Problembereichen des anstehenden demografischen Wandels und der daraus zu folgernden Veränderungen sowie des Planens und Bauens. Wahrnehmbare Faktoren einer veränderten Einstellung zum Stadtumbau, zum Wohnungs-, Büro-...
Erstelle deinen persönlichen Lernplan
Wir helfen dir, diesen Kurs optimal vorzubereiten — mit einem individuellen Lernplan, Tipps und passenden Ressourcen.
Jetzt Lernplan erstellenDie Vorlesung, das Seminar und die Übungen -Stadtumbau und Bestandsoptimierung- widmen sich Fragen und Problembereichen des anstehenden demografischen Wandels und der daraus zu folgernden Veränderungen sowie des Planens und Bauens.
Wahrnehmbare Faktoren einer veränderten Einstellung zum Stadtumbau, zum Wohnungs-, Büro- und Industriebau sowie zu Bauten für die Gesellschaft sind nicht nur der demografische Wandel in seinen unterschiedlichen Auswirkungen, sondern darüber hinaus der sparsame Umgang mit Energie, die verantwortungsvolle Verwendung von Roh- und Baustoffen sowie die Suche nach neuen, zukunftsfähigen und nachhaltigen Planungskonzepten.
Während sich aus der demografischen Verschiebung zu einer Gesellschaft der Älteren Erkenntnisse ableiten lassen, die zu einer Neubewertung der Innenstadt als Wohnort, zu einer kritischen Betrachtung der Peripherie und zu besorgniserregenden Prognosen für Landgemeinden führen, lassen die neueren Forschungsergebnisse im Bausektor Einsatzfelder für innovative und ressourcenschonende Technologien in Gebäuden und Siedlungen erkennen. Zukunftsorientierte Konzepte für den Umbau von Städten und besonders Landgemeinden sind noch Mangelware und für den rechtzeitigen Einsatz unbedingt notwendig.
Als Folge einer stagnierenden Bevölkerungsentwicklung und fehlender Mittel wird der Umbau von bestehenden Gebäuden und bestehender Infrastruktur eine größere quantitative und qualitative Bedeutung erhalten. Daher werden unter dem Aspekt entspannter Wohnungs- und Büroflächenmärkte und einem steigenden Anspruch an Wohnqualität im Konkurrenzbemühen um Mieter und Käufer die energetische Bilanz, Behaglichkeitsfaktoren, die intelligente Um- und Nachnutzungsfähigkeit, gesundes Wohnen und Barrierefreiheit im Kontext einer sinnvollen Ökonomie eine bedeutendere Rolle als bisher spielen.
Im städtebaulichen Sektor wird im direkten und weiteren Wohn- und Arbeitsumfeld ein neuer Qualitätsmaßstab wirken: Wirklich nutzbare Freiraumqualität als Ergänzung zu komfortablen Wohnungen wird das -komplette Wohnen- für junge Familien als eine stark umworbene Zielgruppe und für ältere Menschen als die in Zukunft stärkste Konsumentengruppe darstellen.
Diese Veränderungen brauchen neben dem Gewinn gesicherter Erkenntnisse und verlässlicher Prognosen neue Planungs- und Baukonzepte, die mehr als bisher aufeinander Bezug nehmen. Werkzeuge zur Umsetzung bürgerschaftlicher Belange sind ebenso notwendig wie neue, umweltorientierte Technologien, ökonomisch sinnvolle und ressourcenschonende Eingriffe in den Bestand unter Wahrung baukultureller und regionaler Belange.
Die Vorlesung konzentriert sich deshalb in den beiden Schwerpunktblöcken -Strategien- und -Beispiele mit Zukunft- auf die Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis, um intradisziplinäre und umweltbewusste Zukunftsperspektiven für bauliche und städtebauliche Veränderungen aufzuzeigen. Den Beiträgen aus Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung eröffnen sich aus der Verknüpfung neue Erkenntnisse, die in die Projektarbeit einfließen und Richtungen und Möglichkeiten einer Weiterentwicklung anregen können.
Nach erfolgreichem Abschluss des Seminars erhalten die Teilnehmer gegen Erstattung der Materialkosten eine Zusammenfassung der Beiträge der Vorlesung als Broschüre.
FB 06 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Uni Kassel
SoSe 2010
Architektur
Stadt- und Regionalplanung
Univ.-Prof. Dipl.-Ing.
Eichenlaub Alexander