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Uni-Essen
14. März 2017

Seminar Übung Vehikel Symbol Charaktermerkmal Autos und Autofahrten im Fernsehkrimi

Autos sind nicht nur Alltagsgegenstände mit instrumenteller Funktion sondern auch kulturell hochgradig mit

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Autos sind nicht nur Alltagsgegenstände mit instrumenteller Funktion sondern auch kulturell hochgradig mit 'Bedeutung' aufgeladene Gegenstände. So ist von Autos im Alltag (-Da hab ich aber innerlich abgebremst-), in den Medien (-Die Bundeskanzlerin gibt Gast in der Euro-Frage-) und auch der Literatur (etwa bei E. M. Remarque, H. Hesse und vielen anderen)immer wieder auch im übertragenen Sinne die Rede, das heißt, Autos werden als Metaphern und Symbole genutzt. Besonders vielfältig sind die Funktionen, die Autos in Fernsehkrimis vom Typ -Tatort- übernehmen können. Sie dienen nämlich unter anderem: a)der Illustration von Charakteren (welcher Kommissar fährt welches Auto?); b)sie verbinden Räume miteinander, schließen beispielsweise Büros und Tatorte miteinander kurz; c)sie sind Medium nicht-normaler Fahrten; d) sie dienen der Beruhigung (-und dann bin ich so durch die Gegend gefahren, um mich abzulenken-) usw. Das Seminar geht diesen Fragen nach, indem es zunächst das uneigentliche, symbolische Sprechen in Form von Autosymbolen untersucht, dann einen Katalog der Funktionen entwickelt, die Autos in der Fernsehserie -Tatort- übernehmen, um beides schließlich an einer Reihe von Fallstudien zu erproben. Das Seminar findet teilweise in Kooperation mit der University of Cincinnati statt. Eine Gruppe von Studierenden und Lehrenden aus Cincinnati wird daher am Seminar teilnehmen. Aus diesem Grund wird das Seminar teilweise als Blockveranstaltung durchgeführt: 8.4. und 15.4. Seminar für die Studierenden der Uni-DUE 15.4. Seminar zusammen mit den Studierenden der UC 27.4. 10-12, 14-16, 16-18 Uhr drei Blocksitzungen zusammen mit der UC 29.4 Seminar zusammen mit den Studierenden der UC 2.5 10-12, 14-16, 16-18 drei Blocksitzungen zusammen mit der UC 3.5. 10-12, 14-16, 16-18 drei Blocksitzungen zusammen mit der UC 6.5, 13.5. und 27.5. Seminarsitzungen Studierende der Uni DUE Die 'normalen' Sitzungen finden im zugewiesen Raum statt; die Blocksitzungen im Casino. Bitte auch auf Aushänge achten. Literatur zur Vorbereitung: a) Ute Gerhard/Walter Grünzweig/Jürgen Link/R. Parr (Hg.): (Nicht) normale Fahrten. Faszinationen eines modernen Narrationstyps. Heidelberg: Synchron 2003 (Diskursivitäten, Bd. 6). b) Rolf Parr: Tacho. km/h. Kurve. Unfall. Körper. Erich Maria Remarques journalistische und kunstliterarische Autofahrten. In: Thomas F. Schneider (Hg.): Erich Maria Remarque. Leben, Werk und weltweite Wirkung. Bramsche: Universitätsverlag Rasch 1998 (Schriften des Erich Maria Remarque- Archivs; Bd. 12. Zugleich: Erich Maria Remarque Jahrbuch/Yearbook VIII/1998 [Sonderausgabe]), S. 69–90. c) Rolf Parr: Verkehr, Auto und zwei Grenzen der Normalität in den Romanen Alexander Lernet- Holenias. In: Thomas Eicher/Bettina Gruber (Hg.): Alexander Lernet- Holenia. Poesie auf dem Boulevard? Köln, Wien: Böhlau 1999, S. 209–223. d) Rolf Parr: Auto/Wagen. In: Günter Butzer/Joachim Jacob (Hg.): Metzler Lexikon literarischer Symbole. Stuttgart, Weimar 2009, S. 32–33. Germanistik Universität Duisburg-Essen SoSe 2013 Professor Parr Rolf