Uni-München
14. März 2017Seminar und Lektürekurs Ausgewählte Texte zur frühen Phänomenologie
Mit dem Wort -Phänomenologie- werden in der Philosophie des 20. und 21. Jahrhunderts höchst unterschiedliche Schlagworte und Ideen verknüpft – mal primär methodische, mal substantielle. So hört man z. B. oft Formeln wie: -Zurück zu den Sachen selbst!-, -Beschreibung statt...
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Jetzt Lernplan erstellenMit dem Wort -Phänomenologie- werden in der Philosophie des 20. und 21. Jahrhunderts höchst unterschiedliche Schlagworte und Ideen verknüpft – mal primär methodische, mal substantielle. So hört man z. B. oft Formeln wie: -Zurück zu den Sachen selbst!-, -Beschreibung statt Erklärung-, -deskriptive Wesenslehre der reinen Erlebnisse- (Husserl), -Bewusstsein ist immer Bewusstsein von etwas (Intentionalität)-, -Ontologie ist nur als Phänomenologie möglich- (Heidegger), -Primat der Ersten Person Perspektive-, -Phänomenales Bewusstsein, oder: wie es sich 'anfühlt', dieses oder jenes Erlebnis zu haben- etc.
Das Seminar verfolgt angesichts dieser Vieldeutigkeit eine zweifache Zielsetzung: Erstens sollen kürzere programmatische und methodologische Texte aus der Frühphase der Phänomenologie gelesen und mit brandaktuellen Entwürfen verglichen und kontrastiert werden. Zweitens sollen ausgewählte Texte zur inhaltlichen Realisierung einer phänomenologischen Programmatik studiert werden, etwa zu konkreten -Phänomenen- wie z. B. Wahrnehmungen, Gesinnungen, Wahrnehmungen, 'Vorstellungen' und Emotionen. Zu den behandelten AutorInnen gehören Edmund Husserl, Theodor Conrad, Adolf Reinach, Moritz Geiger, Alexander Pfänder, Jean-Paul Sartre und Uriah Kriegel. Ein übergeordetes Ziel des Seminars besteht somit auch darin, die frühe Phänomenologie zu Beginn des 20. Jahrhunderts (ca. 1900-1930) mit aktuellen Ansätzen aus der analytischen Philosophy of Mind in Beziehung zu setzen, um Kontinuitäten und Diskontinuitäten sichtbar zu machen. Am Ende des Seminars sollten die TeilnehmerInnen einen Überblick über die unterschiedlichen Konzeptionen dessen, was Phänomenologie sein kann, gewonnen haben.
Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft
• BA-Haupt- und Nebenfach Philosophie: Hausarbeit ODER (Referat+Ausarbeitung) ODER (Referat+Ergebnisprotokoll); je nach Vorgabe der/s Dozierenden
Zum universitären Leistungsnachweis im Lehramtserweiterungsfach Philosophie/Ethik bzw. Ethik gemäß LPO I von 2008 vgl.:
http://www.philosophie.uni-muenchen.de/studium/studiengaenge/lehramt_philo_ethik/uln-lpo-2008/index.html
LMU München
SoSe 2016
Dr.
Erhard Christopher