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Uni-Kassel
14. März 2017

Seminar urban evolution: Städte erleben

75% der in Deutschland lebenden Bevölkerung wohnt in Städten und noch viel mehr arbeiten in ihnen. Städte sind somit in den letzten 2000 Jahren immer mehr zum Mittelpunkt unserer Gesellschaft geworden und stehen so auch im Zentrum der Erfahrungs- und...

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75% der in Deutschland lebenden Bevölkerung wohnt in Städten und noch viel mehr arbeiten in ihnen. Städte sind somit in den letzten 2000 Jahren immer mehr zum Mittelpunkt unserer Gesellschaft geworden und stehen so auch im Zentrum der Erfahrungs- und Bildungswelt von Schülerinnen und Schülern. Dabei stellen Städte selbst einen lebenden und lebendigen Organismus dar, welcher sich entwickelt, einer ständigen Veränderung und Anpassung unterliegt und dennoch nie seine Vergangenheit und Herkunft verleugnen kann. Hierbei ist der Name -urban evolution- ganz bewußt gewählt, denn es soll vordergründig nicht die reine Stadtentwicklung (urban development) oder um die Stadtplanung (urban planning) gehen, sondern es soll vielmehr um die Frage gehen, warum sich die (deutschen) Städte in den 2000 Jahren so entwickelt haben und zu dem geworden sind, wie wir sie nun heute vorfinden, was für -Trends- es in der Stadtentwicklung gibt und was wir konkret für Ideen haben, wie unsere Städte denn eigentlich aussehen sollten.

In diesem Seminar wollen wir uns also auf eine Spurensuche nach eben diesen Ursprüngen unserer Städte begeben. Dabei wollen wir zum Beispiel herausfinden, wie viel Rom selbst heute noch in Köln zu finden ist oder warum Kassel gerade genau so aussieht, wie wir es nun vorfinden. Die dahinterstehende Idee ist die Frage nach der Alltagswahrnhemung, der Identifikation und der Aneignung von unserem Nahbereich, der Stadt. Auf diese Weise können wir Schülerinnen und Schüler bei ihrer Entwicklung zu mündigen Bürgern in unserer Gesellschaft untersützen und sie zur aktiven Teilnahme am kommunalen Meinungsbildungsprozess ermutigen. Gerade die Konstituenten städtischer Lebensdimensionen - und dazu gehören auch Widerstände, Spannungsgradienten zwischen Nähe und Distanz, Formen zwischen Gemeinschaft und Zwangvergemeinschaftung, Ideen von Freiheit und Abhängigkeit - sollen Stadt/städtische Szenarien in vielschichtiger Weise schillern lassen. An dieser Stelle erweist sich Stadt als besondere Herausforderung für kulturelle Bildung und Bildungskulturen. - Perspektiven subjektorientierter Didaktiken (vgl. etwa E. Kösel) und Besinnung auf subjektorientierte Bildungs-Erlebnisse warten auf Konkretisierung.

FB 05 Gesellschaftswissenschaften Uni Kassel SoSe 2015 Schlüsselkompetenzpool FB05 Prof. Dr. Kruckemeyer Frauke