Uni-Kassel
14. März 2017Seminar Utopien des Arbeitsmarktes
Der Begriff der Arbeit ist ein Zentralbegriff der Neuzeit. Mit diesem neuzeitlichen Begrifff wird eine ganz bestimmte Tätigkeitsart definiert, die andere Bereiche ausschließt. Die Ökonomie bestimmt, was als Arbeit gilt und welche Bereiche als unproduktiv betrachtet und auch nicht bezahlt...
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Jetzt Lernplan erstellenDer Begriff der Arbeit ist ein Zentralbegriff der Neuzeit. Mit diesem neuzeitlichen Begrifff wird eine ganz bestimmte Tätigkeitsart definiert, die andere Bereiche ausschließt. Die Ökonomie bestimmt, was als Arbeit gilt und welche Bereiche als unproduktiv betrachtet und auch nicht bezahlt werden. Am Begriff der Arbeit wird deutlich, dass Fragen und Probleme der Wirtschaft nicht mehr nur im Rahmen der Ökonomie beantwortet werden können.Wirtschaftswachstum muss nicht unbedingt Arbeitsplätze schaffen. Owohl Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktlogik nur einen gringen Teil der erforderlichen gesellschaftlichen Arbeit erfassen, sind wir in der Arbeitsmarktlogik gefangen. Was ist mit den Tätigkeiten, die außerhalb dieser Logik liegen? Würde eine sozio-kulturelle Logik all jene Tätigkeiten, die Menschen und ihre Gesellschaft immer gebraucht haben und auch in Zukunft brauchen werden, einen höheren Rang geben, sie zwischen Männern und Frauen gleichmäßiger verteilen und auch monetär honorieren?
Die seit langem geführten Auseinandersetzungen über ein Grundeinkommen (Bürgergeld, Grundsicherung) verlaufen über viele Argumentationslinien. Konzepte für so einen Umbau der Arbeitsgesellschaft können aber nur aus der Partizipation jener Teile der Gesellschaft hervorgehen, die sich auch an dem Umbau beteiligen.
Die Teilnehmer/innen setzen sich in diesem Seminar u.a. mit folgenden Fragen auseinander:
Wofür steht Arbeit eigentlich noch, außer für Einkommen?
Was organsiert Menschen und hält sie zusammen, wenn nicht Arbeit?
Sind Perspektiven jenseits der Erwerbsarbeit Utopien?
FB 04 Sozialwesen
Uni Kassel
SS 2009
Soziale Arbeit
FB 04 Sozialwesen
Schmoczer Michaela